D E N A R A

Lichtblitze

„DEAD OR ALIVE“

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„tot oder lebend“ – so heißt eine Veranstaltungsreihe des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, in der drei herausragende Slampoeten in einem „Wettstreit“ gegen tote Dichter antreten, dargestellt von drei Schauspielern des Theaters. Einige Male schon erlebte ich eindrucksvolle Darbietungen und jedes Mal war es ein Highlight, das ich jedem, der in der Nähe wohnt, wärmstens empfehlen kann. Mich begeistert vor allem das proppenvolle, lange im voraus ausverkaufte Theater mit  Menschen aller Altersgruppen (natürlich überwiegend junge!) und weil Literatur so auf eine ganz andere Weise dargestellt und ins Bewusstsein gerückt wird. Meist gibt es auch viel zu lachen.

Letzten Mittwoch wurden mit diesem ganz besonderen Poetry-Slam  die vierten Literaturtage in Karlsruhe eröffnet – ich konnte es kaum glauben, sogar das Große Haus war fast ausverkauft (normalerweise findet diese Veranstaltung im Kleinen Haus statt). Jeder Poet hat 7 Minuten Zeit für seinen Beitrag und die Jury kommt aus dem Publikum. Die Moderatoren, die mit viel Witz und Esprit durchs Programm führen, sind in der Regel auch Slammer und heizen die Stimmung an – das hat schon was, in diesen heiligen Hallen! Dieses Mal war ich ganz erstaunt, dass Victor von Scheffel so schräge und Bertolt Brecht so sexistische, oder wie die BNN schreibt „schwarzhumorige“ Gedichte geschrieben hat. Das war mir neu. Auch kannte ich die gedankenvollen und traurigen Gedichte der jungen Jüdin Selma Meerbaum nicht, die im KZ mit 18 Jahren starb. So gibt es immer auch noch was zu lernen.

Angesteckt durch die Slammer, slamme ich heute auch mal, nur kurz – keine 7 Minuten …

So ist es eben, das Leben!

Menschenmassen, die so viel verpassen –

doch irgendwann, wird jedem ganz klar,

was unecht ist und was wahr!

Jeder hat seine Zeit,

ist irgendwann bereit,

den Sinn zu erkennen und zu brennen

für den Frieden tief  drinnen und draußen.

Doch vorher meint jeder, besser zu wissen,

was gut für die Welt –

letztendlich entscheidet das Geld.

Doch niemals vergesst

bei all dem Rennen in Hemd und Gamaschen –

Das letzte Hemd hat keine Taschen.

In diesem Sinne, eine gute Woche, am besten nur das machen, was Spaß und Sinn macht. Von Herzen, eure Denara

Bild von Philippe de Champaigne

„Der Zauber unserer Gefühlswelt“

Mit diesem Thema lockte mich Dr. Ulrich Warnke, Biologe und Physiker – heute bezeichnet er sich als Quantenphilosoph – nach Zürich. Und so packte ich mein Radl in den Flixbus, buchte in der Jugendherberge ein Zimmer und erlebte 4 fantastische Tage in der schönen Schweiz. Der Wettergott war hold, auch wenn ich ab und zu dankbar um mein Regencape war. Am ersten Tag entzückte mich der Zürichsee und die nächsten die Kunst im Fraumünster mit wunderschönen Glasfenstern von Chagall und Giacometti sowie  die gerade zu Ende gehende Biennale. Ein hölzernes Pavillon schwamm zu diesem Anlass auf dem See.

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Der Workshop gestern war dann schon noch ein Highlight – vielleicht kann ich sogar sagen, ein Highlight in meinem Leben? Vielleicht deshalb, weil mir „wissenschaftlich“ oder von einem Wissenschaftler bestätigt wurde, dass ich richtig „ticke“? Oder weil ich trotz Quanten, Quarks, Higgs und Spins irgendwie alles verstanden habe? Aber sicher auch, weil ich große Dankbarkeit und Hoffnung spüre, wenn derartige Erkenntnisse immer mehr Einzug bei den Menschen hält.

Warnke stellte uns ein neues Weltbild vor und ermutigte uns, neue Schritte und Sichtweisen, die die Quantenphysik schon seit dem letzten Jahrhundert ermöglicht, zuzulassen. Quintessenz seiner These ist, dass wir alle Schöpfer unseres Lebens sind. Wir erschaffen das Leben mit unserem Bewusstsein und Unterbewusstsein – wobei wir immer vergessen, dass 95%  des Geschehens um uns unser so viel klügeres Unterbewusstsein wahrnimmt, das von keinem Wissenschaftler bisher je in seiner Fülle und dem Meer aller Möglichkeiten erforscht wurde. Das Unterbewusstsein entsteht durch alle gedachten Gedanken und Gefühle. Und da die Wissenschaft mit Gefühlen nichts anzufangen weiß, wurde dieser Bereich einfach aus unserer westlichen Welt eliminiert oder als Störung betrachtet. Doch Gedanken und Gefühle geben dem Leben Sinn und Bedeutung. Gedanken und Gefühle sind genau das, was uns Menschen ausmacht und verbindet. Er nennt die postmaterielle Wissenschaft die Versöhnung der Wissenschaft mit dem Geist.  Für ihn ist klar, dass der Geist höher liegt als die Materie, er auch schon vorher existierte und dass es eine übergeordnete, gewaltige Intelligenz gibt, wie auch immer man diese nennen mag. Jeder von uns erschafft Realität durch die Schaffung von Sinn und Bedeutung. „Was ich glaube, das verwirkliche ich“, ist sein Postulat, und jeder braucht eine Motivation – ein Wille, der aus dem Unterbewusstsein kommt – um sich selbst zu heilen oder auch um heilend und friedensstiftend in dieser Welt zu wirken. Das Hauptproblem in der Umsetzung sei im Grunde die Begrenzung (in letzter Konsequenz der Tod), der sich ein Mensch in seinem Dasein ausgesetzt fühlt. Aber es geht nichts verloren nach dem Energieerhaltungssatz: der Geist war schon immer und wird auch immer sein. Viele nennen diesen Geist  „Glauben“. Wissenschaftlich sei belegt, dass Menschen, die glauben, einfacher durchs Leben gehen. Doch wenn wir Zugang zu unserer Intuition und zu unserer Interwelt finden – den Geist also in unser Leben zurück holen –  dann erfahren wir ein Körperwissen, das weit über einen indoktrinierten Glauben hinaus geht und das uns zu ganz neuen Prioritäten im Leben führt. Das kann ich für mich genauso bestätigen.

Jacqueline, eine Frau neben mir – es waren übrigens mindestens genauso viele Männer wie Frauen anwesend – meinte, wenn sie nicht Warnkes Buch „Gehirn-Magie“ gelesen hätte, dann säße sie heute im Rollstuhl. Es gibt von ihm mehrere Bücher, auch Vorträge im Internet.  Das Buch „Die Öffnung des Dritten Auges“ ist in Planung und wenn wir Menschen zu unserer Zirbeldrüse und zur Interwelt einen Zugang finden und Transformation zulassen, dann gibt es – davon bin ich heute mehr denn je überzeugt – Hoffnung für jeden einzelnen, der resigniert und deprimiert im stillen Kämmerlein unglücklich vor sich hin grübelt,  Hoffnung auch für die vielen  körperlich und seelisch Erkrankten und vor allem auch Hoffnung für Mutter Erde.

In diesem Sinne fühle ich mich gerade sehr hoffnungsvoll und freue mich, diese Gedanken mit in die Welt tragen zu dürfen. Mit einem herzlichen Namasté und Aloha, eure Denara

Im Auf und Ab des Lebens

eilen wir eilig

vergebens erscheint’s

mag das es gewesen

kann nervig und stressig, mutig und blutig

die Frage uns plagen

versagen und scheitern

schlaflose Nächte

verweigern

ein Weiterrennen im Alltagsgetriebe

auf Gleisen ins Leere

und plötzlich – ERWACHEN

die Klarheit, dass alles darf sein

denn alles ist Liebe

das göttliche Wesen tief drinnen

erkennt seinen Plan

das Leben fängt an

ganz anders zu klingen

Saiten des Körpers umzustimmen

andere Texte und Melodien zu singen

Mauern einreißen

aufräumen im Keller

den Dämon anschauen

der so gewütet oder behütet

uns auf Schienen setzte

hetzte und trieb

bis nur ein Häufchen von uns

übrig blieb

nun haben wir Raum

uns umzuschau’n

Gottvertrauen

was ist – darf sein

WIR SIND NIE ALLEIN

Test

Gedicht und Foto: Denara Mars

August – geruhsames Treiben im Außen …

… auch wenn’s Innen überall brodelt. Vieles hat mich berührt, ergriffen, genervt und gefreut in den letzten Wochen. Viele Entscheidungen habe ich getroffen. Vieles muss Wachsen und Reifen. Es kommt ja dafür bald der Herbst. Das passt.

Danke allen, die mich auf meinem Weg begleiten, und die meine Familie geworden sind.

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NachDenkLichtes, on the way …

„Dieses Universum ist miteinander verknüpft wie ein Dominospiel.“

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Start in Yverdon-les-Bain 

Weiterreise über den Bernhardino nach SPOTORNO

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„Im tiefsten Inneren seines Wesens kennt jeder von euch seinen eigenen Plan.“

Mehrere Tage in Cervo

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„Die Seele, das Auge des Horus, hat eine völlig andere Sicht dessen, was angemessen ist.“

Weiterfahrt nach Frankreich, Ankunft an der Côte Bleue, in Martigues

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„Die materielle Welt wird viel zu wichtig genommen. Es fehlt völlig an Verständnis für die nicht-physische Welt.“

Lavendelblüte in der Provence

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„Ihr müsst lernen, die Dramen und Lektionen der anderen zu respektieren.“

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„Ihr seid das Ergebnis eurer Gedanken.“

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„Eure Worte geben euch Kraft, oder sie machen euch klein.“

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„Einsamkeit existiert nur im Kopf. Ihr seid niemals allein.“

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„Licht ist Information. Unwissenheit ist Dunkelheit.“

Sätze aus dem Buch von Barbara Marciniak „Boten des Neuen Morgens“ – ein Buch, das mich in den letzten Tagen sehr bewegt hat. Licht und Liebe, namasté und aloha, Denara

„The two most important days in your life are the day you are born, and the day you find out why“

Der Spruch von Mark Twain ist mir heute – zur Sommersonnwende – begegnet und für mich gerade sehr passend. Vielleicht auch, weil sich einer der wichtigsten Tage meines Lebens gerade mal jährt.

„Es gibt zwei wichtigste Tage in Deinem Leben – der Tag, an dem Du geboren wirst und der Tag, wenn Du herausfindest warum!“

Wann genau der Tag war, dass ich weiß, warum ich lebe – das weiß ich nicht mehr so genau. Es war irgendwann im Jahr 2012. Seither spüre ich Dankbarkeit und Freude über jeden Tag, den ich mit all meinen Sinnen lebe und diese wunderbare Welt sehen, riechen und tief in mir spüren kann. Ja, um das zu erleben – darum lebe ich!

Die letzten drei Wochen habe ich die große Bannbreite aller Gefühle des Lebens erlebt – in einem Wohnmobil, zu zweit auf engstem Raum! Mit einem 7m langen „Schlachtschiff“, dahinter noch unsere 2 Fahrräder – und so dann auf kleinen Gebirgsstraßen oder durch schnuckelige Städtchen gefahren, um an neun der herrlichsten Stellen in der Schweiz, Italien und in Frankreich Station zu machen. Geplant war eine völlig andere Route – aber das Wetter und der Benzinmangel in Frankreich hat uns auf ganz eigene und neue Wege geführt.  Eigentlich dachte ich, ich hätte die Wechseljahre schon hinter mir und Hitzewallungen seien passé. Da wurde ich eines besseren belehrt … mir wurde ganz schön heiß, wenn’s brenzlig wurde – und das wurde es einige Male.

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In dem großen Camping-Heim konnte ich die Fülle leben, die mir gefällt, die mich allerdings oft auch stresst! Wer mich kennt, der weiß, was alles mitgenommen wird, wenn ich auf Reisen gehe – krebsmäßig habe ich es geschafft, mich rundum wohl zu fühlen. Na ja, mit Ausnahme des Bettes: das war einfach zu schmal und die Matratze zu weich. Auf mein Bett habe ich mich auf dem Heimweg am meisten gefreut. Aber ich hätte auch noch weiter fahren können. Abfahrt und Heimkehr waren gefühlsmäßig wie ein kleiner Umzug. So viel Arbeit, auch unterwegs gibt’s immer was zu tun … Jetzt bin ich zu Hause und kann mich wieder erholen vom Reisen!

Es gäbe so viel zu berichten über die pittoresken Mittelalterstädtchen mit den prächtigsten Kirchen in Italien, über die unglaublichen Wolken oder das so blaue Meer an der Côte Bleue in Frankreich, über die Berge in der Abendsonne und tolle Campingplätze, über die Freundlichkeit der Menschen, uns „Ausländern“ gegenüber und dass der Nationalstolz der Franzosen sich in keinster Weise im Fußball zeigt. Es gibt kein Auto mit wehenden Frankreichfahnen oder Public Viewing – am Meer und in der Provence werden Prioritäten anders gesetzt.

In den nächsten Tagen gibt’s ein Bild von jeder Station – ich bin noch am Sortieren. Schön, dass uns die Sonne gefolgt ist und sich jetzt hoffentlich auch hier der Sommer in seiner ganzen Fülle zeigt.  Ciao et à bientôt …

WARUM ?

„Warum werden täglich viele Tonnen von Lebensmitteln vernichtet, um den Preis zu halten, während täglich Zehntausende von Menschen, insbesondere Kinder, an Hunger sterben? Wer ist dafür verantwortlich und warum wird das zugelassen?

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Warum wird die Umwelt ausgebeutet und zunehmend zerstört?

Warum werden weltweit Waffen produziert, obwohl die große Mehrheit der Menschen keinen Krieg will? Warum kommt es trotzdem zu Kriegen?

Warum wird eine abhängig machende Technologie und Medizin vorangetrieben, während alle echten Alternativen benachteiligt (z.B. bei Krebs), verheimlicht, unterdrückt und bekämpft werden?

Warum wird ein Finanzsystem, das mit künstlicher Geldschöpfung und ausbeuterischer Zinswirtschaft arbeitet und alle Nationen der Welt in die Verschuldung getrieben hat, mit allen Mitteln aufrecht erhalten?

Warum werden nachweislich gesunde bzw. nicht schädliche Nahrungsergänzungsmittel, Kräuter, natürliche Heilmittel durch neue Gesetze und Verbote unterdrückt und zunehmend aus dem Verkehr gezogen oder dem Pharma-Monopol unterstellt?

Warum werden Menschen weiterhin zum Fleischkonsum angehalten, obwohl längst bewiesen ist, dass der Mensch problemlos ohne Fleisch leben kann und dass die Fleischproduktion in Bezug auf Gesundheit, Weltwirtschaft und Nahrungsmittelverteilung große Nachteile mit sich bringt, ganz zu schweigen von den Fragen der Ethik?

Warum werden Menschen durch die Massenmedien mit nutzlosen Informationen bombadiert, obwohl zwischenzeitlich längst erwiesen ist, dass die Menschen dadurch nicht glücklicher und auch nicht weiser werden?

Warum werden immer extremere Formen der Wissenschaft (Genmanipulation, Nuklear-, Mikro- und Nanotechnologie) und der Wirtschaft gefördert, während alternative Technologien, Forschungen und Weltbilder ignoriert oder unterdrückt werden?“

J A – W A R U M ???

Wer sich mit solchen Fragen beschäftigt – ein Auszug aus dem Buch von Armin Risi „Machtwechsel auf der Erde“ – der fühlt sich hilflos – und man kommt leicht ins Klagen oder Jammern. Vor allem ins Bewerten.

In meinem letzten Blog habe ich über meinen Selbstversuch berichtet: 21 Tage ohne Jammern, Klagen und Bewerten. Es waren interessante 21 Tage, an denen ich mich intensiv beobachtete. Urteilen und Bewerten geschieht ganz automatisch in unserem Gehirn, wenn man nach Antworten auf solche Warum-Fragen sucht.

Es ist nicht nun mal nicht zu leugnen – es gibt in der materiellen Welt Gutes und Schlechtes! Gut und Böse! „Die materielle Welt ist ja gerade der Ort, wo Gott auch die Existenz des Bösen, d. h. die Gottabgewandtheit als Alternative ermöglicht.“ (Armin Risi)

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Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich zu entscheiden. Jeder kann die Prioritäten seines Lebens selbst setzen. Jeden Tag, jede Minute können wir entscheiden, wie wir unser Leben gestalten wollen. Wir sind viel freier als wir denken, hängen aber am Tropf der Gesellschaft, die uns mit materiellen Bedürfnissen in Abhängigkeit hält. Zwanghafte Muster, Ängste und psychische Belastungen haben aber nur Macht über uns, wenn wir uns dieser „Programme“ nicht bewusst sind. Wie wäre es, wenn wir einfach (!! Es ist nicht einfach, gewohnte Muster zu verlassen !!) die „Frequenz“ wechseln: Die Vorstellung des Problems in unserem Kopf beiseite legen, das Denken nicht so wichtig nehmen – am besten abschalten –  und versuchen, Distanz oder mindestens Neutralität zu gewinnen. Irgendwann, so Gott will, kann man sich getrennt vom Problem sehen und kann es dann objektiver betrachten. „Es ist, wie es ist, sagt die Liebe.“ Eine höhere (göttliche) Sichtweise ermöglicht uns, mentale Blockaden und emotionale Wunden zu heilen. Noch wirkungsvoller ist es, wenn wir mit unseren Problemen nicht alleine bleiben. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ (Mt. 18/20)  In einer  Atmosphäre von Liebe und Harmonie sind wir mit der Quelle von Heilung und Schutz verbunden.

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Um nun wieder zurück zu kommen auf die vielen Fragen … Es gibt darauf keine Antworten. Die dunklen Mächte sind Teil der materiellen Dualität und lassen sich nicht beseitigen. Das „Machtspiel“ in der materiellen Welt ist endlos. Wir können das Spiel nur für uns beenden.

Die Frage lautet deshalb nicht: „Wie können wir das Negative vernichten?“, sondern „Wie soll ich mit dem Negativen umgehen? Wie kann ich es für mich überwinden?“

Während wir das Verwerfliche klar erkennen und von uns weisen, verzeihen wir demjenigen, der sich dazu hinreißen ließ. Dies heißt in keiner Weise, dass wir das Negative gut heißen oder ignorieren – es bedeutet einfach, dass wir das Negative loslassen und uns im Verzeihen üben.

Verzeihen ist die Aufgabe der Opfer – Wiedergutmachen die des Täters

Mögen wir mit liebevoller Versöhnungsarbeit viel Licht in uns und in die Welt bringen. Alles Liebe, eure Denara

 

Wenn Du nichts Nettes zu sagen hast, dann sage lieber nichts!

Angeregt durch dieses Buch

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bin ich die nächsten Monate mit einem neuen, interessanten  Projekt „A Complaint Free World“ beschäftigt. Das Buch habe ich gelesen, das lila Armband trage ich zur Erinnerung und nun bin ich gespannt, wie lange ich brauche, um 21 Tage „durchzuhalten“.

Das Buch verspricht ein glückliches Leben. Wer will das nicht? Der Autor ist überzeugt, dass jeder Mensch glücklich leben kann, wenn er aufhört zu jammern, zu klagen und – das finde ich ganz besonders schwierig (auch zu akzeptieren) – zu bewerten.

Schon seit einigen Jahren bin ich von dem Resonanzprinzip überzeugt, das uns allen mit dem Sprichwort: „Wie man in den Wald hinein schreit, so kommt es heraus!“ schon seit frühester Kindheit vertraut ist. Seit ich ganz bewusst danach lebe, hat sich mein Leben sehr verändert. Jeden Morgen wache ich auf voller Dankbarkeit und ich freue mich auf den Tag. Alles, was in  meinem Leben geschehen ist, war gut für mich. Alles, was geschieht, ist wichtig für mich. Jeder Mensch, dem ich begegne, ist mein Lehrer oder meine Lehrerin. Manchmal jedoch spielen mir meine Gedanken noch Streiche – da merke ich, ich brauche Auszeiten der Stille, um mich wieder „einzunorden“. Ich muss mir dann wieder klar werden, dass ich nur mich und meine kleine Welt verändern kann, sonst nichts und niemanden.

 Im Grunde geht es in dem Buch um nichts anderes. Will Bowen bringt Beispiele aus seinem Leben oder aus den vielen Zuschriften der inzwischen über 6 Millionen Menschen aus 80 Ländern, die sich diesem „Experiment“ gestellt haben.

Um sich immer daran zu erinnern, wurde dem Buch ein lila Armband beigefügt.

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Jedes Mal, wenn ich jammere, mich beklage (zum Beispiel bei meinem Partner, weil er sich nicht so verhält wie ich es mir vorstelle oder bei Freunden, die über ihr schweres Leben jammern) oder andere Menschen bewerte oder verurteile (egal wen,  z. B. meinen ehemaligen Chef oder AfD-Wähler!), dann wechsle ich das Bändchen auf die andere Hand. Wer das 21 Tage an einem Handgelenk – also ohne auch nur einmal zu wechseln – geschafft hat, soll sich und seine Gedankenwelt „umprogrammiert“ haben.

Es ist ein Wegschauen vom „sogenannten“ Schlechten oder Leid verursachendem, das in unseren Gedanken existiert oder das sich im Körper manifestiert hat. Ein Hinschauen zum halbvollen, nicht halbleeren Glas. Wir sollen nicht in eine Starre verfallen, aber vielleicht mehr in die Stille kommen und erst überlegen, bevor wir sprechen. Lange schon ist mir klar, dass ich nie auf die Straße gehen würde, um gegen Etwas zu demonstrieren. Der Mind versteht kein NEIN und kein GEGEN. So geben wir dem Energie, was wir nicht wollen: Atomkraft, Pegida… Dennoch merke ich, dass andere Menschen andere Vorstellungen haben – und dann komme ich ins Bewerten. Meine, ich wüsste, wie es besser oder gar richtig ist. Aber im Grunde weiß ich nur, was für mich besser ist. Ich habe das Gefühl, dass dieses Experiment für mich gut ist. Vielleicht für Dich auch?

Ein kleiner Auszug aus dem Buch:

“ ‚Aber alle großen Dinge in unserem Land begannen damit, dass sich Leute beschwert haben …, denken Sie nur mal an Martin Luther King und all die anderen großen Männer und Frauen, die die Welt verändert haben!‘ …

Der erste Schritt in Richtung Fortschritt ist Unzufriedenheit. Aber wenn wir in dieser Unzufriedenheit verharren, gelangen wir nie zu freundlichen Aussichten. Wir müssen unsere Konzentration auf das gerichtet halten, was sich unserem Wunsch gemäß ereignen soll, keinesfalls auf das, was nicht passieren soll. Bedeutende Männer und Frauen ließen sich von ihrer Unzufriedenheit zu großen Visionen anstacheln. Und die Leidenschaft, mit der sie sich für diese Visionen einsetzten, inspirierte andere dazu, ihnen zu folgen. Ihre unermüdliche Konzentration auf eine strahlende Zukunft ließ den kollektiven Herzschlag schneller schlagen.

Als Martin Luther King am 28. August 1963 auf den Stufen des Lincoln Memorial stand, sagte er nicht: „Es ist schrecklich, wie man uns behandelt!“ Nein. Er sprach die Worte, die eine Saite in der Seele der Menschen zum Klingen brachten. Er konzentrierte sich nicht auf das Problem, sondern lenkte das Augenmerk auf die Situation jenseits des Problems. Er verkündete: „Ich habe einen Traum!“ Rosa Parks setzte sich im Bus nicht auf die Rückbank und meckerte lauthals über die Ungerechtigkeit, dort als Schwarze sitzen zu müssen. Sie setzte sich auf den Platz, wo sie wie alle anderen, gleich, welcher Hautfarbe, hingehörte. Sie sah nicht nur das Problem, sie lebte in seiner Lösung.

Auch ich lebe eine Vision. Was wäre, wenn die führenden Personen zu echten „Friedensgesprächen“ zusammen kämen? Statt darüber zu reden, was sich in der Gegenwart abspielt (Anmerkung: „Satire oder Schmähgedicht“) oder in der Vergangenheit ereignet hat, würde man sich ausschließlich auf die Vision konzentrieren. ….

Der erste Schritt zu einem solchen Wechsel findet in unserem eigenen Bewusstsein statt… Sie sind der Wandel geworden, den Sie in der Welt zu sehen wünschen.“

Ich mach‘ mich mal auf diesen Weg – mal sehen, wie  es mir ergeht. Ich werde berichten. Einen wunderschönen Frühling wünsche ich euch, mit Sonne im Herzen, eure Denara

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Blick von unserem Zuhause auf den herrlichen sonnigen Abendhimmel gestern!

Tristan und Isolde – ein Opernbesuch

Der Frühling lässt noch etwas auf sich warten. Um mich wieder heimisch zu fühlen, freue ich mich über die vielen wunderbaren kulturellen Angebote, die es hier in unserer Stadt gibt. Als Theaterfreundin des Badischen Staatstheaters Karlsruhe wollte ich am Sonntag nachmittag eintauchen in die Welt Richard Wagners.  Eine Freundin war begeistert, die Kritiken überschlugen sich und so ließ ich mich auf dieses fünfstündige „Wagnis“ ein.

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Zur Vorbereitung lieh ich mir den „kleinen Wagnerianer“ und, wie ich mir schon dachte, sei das „Wagner’sche“ Musikdrama als Herausforderung zu sehen. Ich erfuhr, dass das Werk einen Wendepunkt der abendländischen Musikgeschichte setzte –  Musikkenner wissen um den berühmt gewordenen „Tristan-Akkord“. Die Handlung ist fast ohne Handlung – es geht um eine Dreiecksgeschichte, die übrigens der damaligen Lebenssituation des Herrn Wagner ziemlich genau entsprach. Er war verliebt in die Gattin seines Mäzens und als die Oper fünf Jahre später zur Aufführung kam, steckte er in der nächsten fatalen Affäre mit der Ehefrau des Dirigenten der Uraufführung, Cosima von Bülow.

Ich liebe die Atmosphäre im Theater, war jedoch anfangs irritiert, als ein älterer Herr vor mir in der 1. Reihe sein Jacket auszog und dann in den Hosenträgern direkt vor mir saß. Seine Jacke lag  5 Stunden lang über der Brüstung zum Theatergraben. Links neben mir saß ein Mann mit langem weißen Rauschebart und schrie bei jeder sich bietenden Gelegenheit laut „Bravo, bravo“, dass mir die Ohren dröhnten. Rechts saß ein junges Mädchen, das wohl zum ersten Mal mit ihrem Freund, bestimmt ein Musikstudent, in der Oper war. Er hielt ihre Hände, wahrscheinlich um sie zu beruhigen. Immer wieder flüsterte sie ihm ins Ohr, kicherte dann und die letzte halbe Stunde zappelte sie nur noch und schaute jede Minute auf die Uhr.

Die Musik von Wagner ist unglaublich, und die Leistungen der Musiker/innen und Sänger/innen  phänomenal.  Der erste Akt war ein Hochgenuss: das Bühnenbild, die einfühlsame, dramatische Musik und die großartige Stimmleistung der Akteure. Vielleicht war ich angesteckt durch die junge Dame neben mir, die, wie ich, die Liebesdramatik dieses Paares nicht so ganz nachvollziehen konnte.

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Bilder von der Seite des Badischen Staatstheaters Karlsruhe

So fühlte ich in mir auch eine innere Belustigung, die sich im zweiten Akt noch steigerte, als Tristan und Isolde im Schlafanzug auftraten und die Dramatik mehr und mehr zunahm.

Im dritten Akt eskalierte die Leidenschaft derart, dass ich an meine Schmerzgrenze kam. Tristan war verletzt und fern von Isolde (er war selbst dafür verantwortlich), getröstet vom Freund und jammert und jammert zum Herzerweichen. Am Schluss nimmt er sich das Leben, weil er diese Liebessehnsucht nicht aushält.

Laut dem kleinen Wagnerianer ist diese Oper „eigentlich gar keine Liebesgeschichte, sondern eine endlose Reflexion über die Wechselbeziehung von Liebe und Tod (zur Erklärung: Obwohl dauernd vom Einswerden und Verschmelzen die Rede ist, wird immer wieder der gemeinsame Liebestod beschworen), eine Reise ins Unbewusste und ein stundenlanges Umkreisen von ekstatischen Auflösungsphantasien.“

Das Publikum tobte – der Rauschebart neben mir überschlug sich mit Bravo-Rufen und als er aufstand, um mit Standing Ovations seinem Rauschzustand Ausdruck zu verleihen, schlüpfte ich hinaus.                   Geschafft!

Im Auto schaltete ich das Radio auf volle Lautstärke. Ist es nicht herrlich, welch‘ große Vielfalt wir Menschen heute in der Musik haben. Ich bin mal wieder sehr dankbar! Und ich freue mich auf mein nächstes Theatererlebnis. Alles Liebe, eure Denara

Inhaling deeply and drinking the nectar of life …

… und das fast vier Wochen lang in Thailand !

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Mit Verspätung melde ich mich zurück! Pardon an alle, die auf meinen monatlichen Blog, Reiseberichte oder Bilder aus Thailand gewartet haben. Das Ankommen hier ist nicht so leicht,  wird aber immer einfacher, je mehr ich den Frühling spüre. Und auch die Mails, Postkarten oder Begegnungen von und mit lieben Menschen bringen mich langsam aber sicher wieder hierher zurück nach Good Old Germany. Danke euch, die ihr mich – auf unterschiedliche Weise –  so freundlich empfangen habt. Und jetzt habe ich es auch endlich geschafft, mich an den PC zu setzen, Fotos zu ordnen und zu berichten:

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„Singing in the rain“ oder  „Raindrops are falling on my head“… die ersten Tage überlegte ich, ob dies die Deadline meiner Reise sein wird, denn der Urlaub in Magic Thailand begann mit  viel Regen. Eigentlich soll es auf Koh Samui von Januar bis März kaum Niederschläge geben – aber auf nichts ist eben mehr Verlass. Der Klimawandel macht auch vor den Toren Thailands nicht halt und so bescherte uns die Natur  in den ersten Tagen Regengüsse en masse. Die meisten Touristen reagierten genervt und fast wütend – „Jetzt müssen wir wieder mit einem Sonnenurlaub bis nächstes Jahr warten – hierher kommen wir nie mehr!“ schimpfte ein Ehepaar aus dem schönen Burgenland und schwärmte uns in den hellsten Tönen und buntesten Farben von Südafrika vor, während sie ihren Frust in Cocktails und Bier ertränkten. Ich vermisste vor allem (auch später, als es nicht mehr regnete) atemberaubende Sonnenauf- oder Sonnenuntergänge (ich bin sicher, auch das liegt am Klimawandel, dass diese durch die verschmutzte Luft kaum noch zu sehen sind) – doch durch die warmen Temperaturen, die üppige Fauna und das Meer, in dem ich täglich badete, war das Insel-Feeling bald da, das unsere Seelen zum Baumeln brachte.

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Gleich nach unserer Ankunft im PEACE Resort, das gebaut ist wie ein Labyrinth und in dem wir ständig auf der Suche nach unserem Zimmer – vor allem im Dunkeln – herum irrten, informierte man uns über eine buddhistische Segenszeremonie  mit neun Mönchen, die gleich stattfinden sollte. Einmal jährlich werden die Mönche, die im Ort leben, von den Besitzern des Resorts zum Frühstück eingeladen und mit Lebensmitteln beschenkt. Als Dank segnen sie das Hotel und stellen es unter den besonderen Schutz der Götter. Welch‘ Geschenk des Himmels für mich, dass dieses Ritual an dem Tag stattfand, an dem wir hier ankamen …

Leben im JETZT und auf die Zeichen achten, die mir der Himmel schickt – das wird immer mehr zu meinem Lebensmotto. So sah ich es auch als Zeichen des Himmels, als ich keinen Zugang zu meinem Blog bekam. Weder mein Passwort noch meine Emailadresse wurden erkannt (in Deutschland ins Netz und alles lief wieder problemlos!?!)…Ich nahm es als Geschenk, war nur ab und zu in facebook und die Zeit, die ich fürs Bloggen gebraucht hätte,  die stand mir anderweitig zur Verfügung. Auch das Karten schreiben reduzierte ich aufs Allernötigste. Wenn schon, denn schon!

So konnte ich viel lesen – anfangs einen Krimi einer thailändischen Autorin Colin Coterill „Der Tote trägt Hut“. Stil und Inhalt  dieser Lektüre bringen die Mentalität der Thais mehr als deutlich rüber und später, als wir auf dem Festland waren, fuhren wir an den Orten der Handlung direkt vorbei. Das Buch von Jürgen Todenhöfer „Teile Dein Glück“ verschlang ich förmlich. Den Mut und die Offenheit dieses Mannes bewundere ich schon lange, und seine reiche Gedankenwelt nährte mich sehr. Tief hineinfallen lassen konnte ich mich in das Leben einer Stasi-Familie „In Zeiten des abnehmenden Mondes“ – ein Roman, bei dem mir das Blut in den Adern fror – trotz der Hitze –  und mich eine dunkle Zeit der Geschichte auf ganz neue Weise kennen lernen ließ. Sehr empfehlenswert! Mit dem letzten Schmöker hatte ich dann sehr viel Spaß und gute Unterhaltung. „Alle Toten fliegen hoch“ von Joachim Meyerhoff gefällt mir sogar noch besser als sein Buch „Warum wird es nie mehr so wie es noch nie war“.

Ko Samui ist uns durch unsere Touren mit dem Roller zwischenzeitlich ganz vertraut, auch durch Deutsche und Thais, die dort leben und die uns von ihren Erfahrungen berichteten. Das Resort in Bophut in der Nähe des Touristenzentrums Fisherman’s ist allerdings sehr touristisch, deshalb waren wir froh, als wir uns nach zwei Wochen mit der Fähre aufs ruhigere Festland verabschieden konnten. KHANOM gehört noch zu den wenig touristisch erschlossenen Gebieten, allerdings wird auch dort viel gebaut. Man versucht, mit den ausschließlich in dieser Gegend lebenden rosa Delfinen (Albinos) den Tourismus anzukurbeln. Wir konnten in das wahre thailändische Leben eintauchen und ich traute mich, da wenig Verkehr war,  trotz Linksverkehr, mit einem Motorroller zu fahren: es war so eine Freude und ein Genuss! Dort kann man wirklich noch einsame Strände finden am türkisblauem Meer mit weichem, weißen Sand, an denen man die schönsten Muscheln findet.  „Die Zeit wogt langsam dahin wie die Wellen am Ufer.“  Hmmm …

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Man braucht so wenig, um glücklich zu sein! Vier Tage lang tauchten wir ein – alles viel billiger als auf der Insel und am Ende der Welt, dort wo ich den rosa Delfinen begegnete, da landeten wir im Paradies, genannt: „Zum Grünen Baum“!! Dieter lebt dort mit seiner thailändischen Frau seit über 35 Jahren und die beiden bescherten uns ein tolles Frühstück mit gutem Kaffee, wunderbarem Brot und leckerster, selbstgemachter Mangomarmelade.

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In Surat Thani mieteten wir ein Auto, mit dem wir uns auf den Weg nach Bangkok machten. Die Straßen sind super, nur leider sehr schlecht beschildert – d. h. vieles nur in thailändischer Schrift – und das Navi funktionierte leider nicht. So mussten wir zwei geplante Hostels canceln, da wir sie einfach nicht finden konnten. Wir fuhren weiter und waren  dann länger als urspünglich geplant in einem schnuckeligen Guesthouse direkt am Meer in Prachuat Khiri Khan – ein süßes Städtchen mit einer Strandpromenade, auf der Freitags und Samstags ein großer Nachtmarkt stattfindet.

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Blick von unserer großen Veranda am frühen Morgen

Es gibt in der Stadt unzählige Tempelanlagen, die wie kleine Oasen der Ruhe zwischen den Straßenschluchten liegen. Und was schaute uns mit großen Augen an, als wir aus dem Auto stiegen: ein Affe! Die vielen Affen, die dort vor allem in diesen Göttertempel leben, gaben mir dann allerdings sehr zu denken.

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Die Affen (bestimmt mindestens zwischen 300 und 500 Große, Kleine, Dicke, Dünne – alle die gleiche Rasse!), die ich am frühen Morgen bei Sonnenaufgang traf (ich war ganz allein – später kam ein Mönch, bewaffnet mit einer Steinschleuder!) und mit denen ich dann mehr als eine Stunde alleine war, waren so asozial, dass es mich erschütterte. Spielte einer tief versunken mit einem Stein, wurde er von einem anderen gestört. Ein alter Affe machte sich an ein ganz junges Äffchen ran – rammel,rammel – und ein Gekeife und Gekreische, ein Hauen und Stechen – unvorstellbar! Ich war entsetzt über die Welt der Affen! Soviel Neid und Missgunst untereinander, Rivalität und Kämpfe! An mir wurde auch immer mal wieder gezerrt oder mich angesprungen. Je länger ich da war, desto frecher wurden sie. Ein Affenpärchen beobachtete und fotografierte ich ziemlich lange. Er lauste sie und sie wollte immer mal wieder aus seinen Fängen, aber er ließ es nicht zu. Sie schaute mich dann ganz lange ganz traurig an. Arme Äffin, dachte ich.

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Nachmittags waren wir an einem anderen Tempel mit einer anderen Affenrasse, die fast zahm war und die ganz freundlich miteinander umgingen. Woran liegt das bloß? … habe ich mir gedacht. Alle wirkten viel zufriedener und eigenständiger. Eine Rasse so anders als die andere … Wahrscheinlich stammen wir Menschen wirklich von den Affen ab! Nur zu welcher Sorte zählen wir? Ob die Menschheit noch soziale Kompetenz lernt? Oder brauchen wir immer noch Machtspiele, um zu überleben? Zeit hatte ich ja, lange und ausgiebig darüber zu philosophieren …

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Krönender Abschluss unserer Reise war in Bangkok. Wir schafften es, unseren riesigen Pick up Mietwagen sicher wieder am Flughafen abzugeben und logierten dann zwei Tage in einem traumhaften Hotel im 55. Stock mit atemberaubendem Blick auf die Stadt. Zimmer,  Pool und Frühstück waren allererste Sahne oder besser gesagt: das Sahnehäubchen auf vier wundervollen Wochen. Ein Ausflug nach Chinatown mit einer kleinen Shoppingtour (dort habe ich das Hütchen erstanden!) rundete alles noch geschmeidig ab. Bangkok ist zwar superstaubig, aber eine tolle Stadt, für die wir uns, sollte uns der Weg noch einmal dorthin führen, ein bisschen mehr Zeit einplanen werden!

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Wieder zurück in heimatlichen Gefilden  freue ich mich jetzt sehr auf blühende  Bäume und Sträucher, auf Tulpen und Narzissen, Sonne und Wärme. Von Herzen wünsche ich euch frohe Ostern, geruhsame Feiertage mit viel Sonne draußen und im Herzen, Licht und Liebe, eure Denara

P. S. Die Deadline stammt aus einer QLB-Meditation von Jeru Kabbal, die ich ziemlich regelmäßig, meist morgens praktiziert habe.  Vielleicht habt ihr auch Lust, sie kennen zu lernen.      OM SHANTI JERU

http://download.duckfm.net/Jeru+Kabbal/Quantum+Light+Breath/Sunrise+of+the+Soul-download-mp3

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Das Traumschiff (2)

Die Lesung des Buchs „Traumschiff“ von Alban Nikolai Herbst fand tatsächlich am Rosenmontag im Schlachthof in Karlsruhe statt. Die Künstlergruppe „Circus3000“-  http://circus3000.com/ – bot dem Berliner Poeten eine ideale Plattform, auf der er sein Buch, die Idee dazu und passende Gedichte meisterlich präsentierten konnte. Die skurrile Einführung von Ondine Dietz, die Lesung und auch das gemütliche Beisammensein im Anschluss an der Bar schafften trotz der Ernsthaftigkeit des Themas den Spagat zwischen Anspruch und Vergnügen. Eine gute Kritik war auch in unserer Tageszeitung zu lesen.

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Dennoch habe ich das Buch bis heute noch nicht zu Ende gelesen …  irgendwann mal, dann gibt es hier im Blog Traumschiff (3) .

Die letzten Tage beschäftigte mich viel mehr die Frage – ausgelöst durch verschiedene Rezensionen dieses Buchs wie auch die umfangreiche Website mit ausgiebigen Ergüssen des Alban Nikolai Herbsts: „Wie öffentlich können wir heute unser Leben leben und was sagt das über uns aus?“. Ich liebe Menschen, die mit Offenheit und Mut ihre Gedanken und Gefühle – auf welche Art auch immer – zum Ausdruck bringen. So bin ich heute auch ein großer Fan von Autobiografien oder – das habe ich in den letzten Monaten öfters live und im TV erlebt: der Poetry Slammer. Jede Zeit und ganz besonders die heutige braucht einen öffentlichen Ausdruck dessen, was innerlich bewegt.

Deshalb habe ich wohl auch einen Blog, der allerdings leider in keine rechte Kategorie passt (so vielleicht auch keine große Leserschaft findet?) – ein Reiseblog, wenn ich auf Reisen bin, ein Bücherblog, wenn mich gerade mal wieder ein Buch beschäftigt … ein öffentliches Tagebuch, denn im Grunde öffne ich mich einfach und zeige der Welt, was mich bewegt. Auch bei Facebook bin ich aktiv, obwohl diese Plattform immer wieder sehr kontrovers diskutiert wird. Ich bin dankbar für Gedanken und Inspirationen, die meine fb-Freunde posten und kann nur Positives berichten.

Der Blog von Alban Nikolai Herbst ist ein wahrer Dschungel, in dem ich mich bei längerem Lesen verliere. Zudem halte ich nichts davon, Negativität und Destriktivität so viel Raum zu geben. Aber schön ist in jedem Fall, dass es Plattformen gibt, in denen wir im Austausch miteinander lernen können. Anonyme Müllverbreiter sollte man großzügig ignorieren – alles andere ist unnötige Energieverschwendung. Meine Überzeugung ist immer mehr, dass alles Resonanz ist. Mit meinem Blog möchte ich vor allem eine gute Stimmung in die Welt bringen. Wie sehr habe ich mich deshalb gefreut, dass mir meine Freundin Annette zum Thema „sich öffentlich machen“ das Buch von Joachim Meyerhoff zu Lesen gab, das mich sehr zum Lachen brachte, was mir nach den depressiven Tagebucheinträgen des Herrn Herbst dann sehr zu passe kam. Mit dem Buch „Wann wird es endlich wieder so wie es nie war“ erzählt er

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über sich und seine Kindheit inmitten einer psychiatrischen Anstalt (der Vater war Psychiater und Leiter einer Klinik mit 1.500 Patienten). Und wer Joachim Meyerhoff (z. B. letzten Samstag war er z. B. bei INA’s Nacht) einmal bei einem Interview gesehen hat, dem wird klar, dass in dem Buch sicher wenig Fiktion sondern ganz viel subjektives Erleben eines Kindes, dem man heute den Stempel „ADHS“ verpassen würde, verarbeitet wurde. Und wie wunderbar, wenn ein Mensch dann ganz authentisch zu sich steht und über sich lachen kann.

Was also treibt die Menschen dazu, ihr Inneres nach Außen zu kehren und mit einer oft gnadenlosen Offenheit die eigenen Wunden zu zeigen,  Meinungen zu bekennen, Gefühle zu äußern und durch ihre autobiografischen Werke, öffentlichen Auftritte „erkannt“ zu werden? Vielleicht auch in eine „Schublade“ geworfen zu werden?

Scheinbar haben wir der Welt etwas zu sagen … und wenn wir es nur in den Äther schreiben… „Wer schreibt, der bleibt!“ – Deshalb werde ich auch weiterhin bloggen, mich zeigen – vor allem meine Freude am Leben –  und mich freuen, wenn ihr mich hier ab und zu besucht und meine Freude mit mir teilt. Ich freue mich auch über ein feedback – im Moment geht es noch nicht hier auf der Seite, aber es gibt ja Emails, das Telefon oder auch persönliche Treffen! Ab Montag geht’s nach Thailand – wieder Sonne und Meer genießen. Ich freue mich ganz besonders auf die Unterwasserwelt. Es soll dort rosa Delfine geben…..

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Bye-bye, bis zum nächsten Mal, eure Denara

 

 

Das TRAUMSCHIFF

… kennen viele aus dem Fernsehen – und ich gestehe, ich bin leidenschaftlicher Fan dieser Sendung. Nun ist der Erfinder der Serie Wolfgang Rademann vor wenigen Tagen verstorben.  Er ließ das Traumschiff über die Meere schippern und mit leichter Unterhaltung konnten wir eintauchen in fremde Länder und das Leben der Schönen und Reichen miterleben. Rest in Peace, lieber Wolfgang Rademann und DANKE. Nun ist mir vor wenigen Tagen das Buch TRAUMSCHIFF von Alban Nikolai Herbst “ begegnet, die jedoch garnichts mit dieser Serie zu tun hat. Es geht um die letzte Reise …

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Geistreich, unmittelbar und humorvoll erzählt Alban Nikolai Herbst vom Sterben als einem letzten großen Gesang auf das Leben. Ich bin erst auf Seite 100 – werde das Buch aber mit Sicherheit in den Fundus der Bücher nehmen, die bei mir bleiben bis ans Ende meiner Tage. Das weiß ich jetzt schon!

Nun wollte ich im Internet ein bisschen darüber recherchieren … und was fällt mir zu: Der Autor kommt heute zu einer Lesung nach Karlsruhe!

08. Februar 2016 in Karlsruhe – Alban Nikolai Herbst liest aus „Traumschiff“ (Lesung)

Ich kann’s kaum glauben … und muss da jetzt natürlich hin, obwohl ich bei dem stürmischen Wetter nicht aus dem Haus gehen wollte.

Hier ein Auszug, der mir besonders gefällt – vor allem, weil ich doch gerade erst mit Mantas geschwommen bin:

In dem Schleier aus Licht wellen sich die Flossen der Mantas, wie sich in Brisen Säume bewegen. Sie schwimmen aber nicht unten im Wasser. Nein, sie schwimmen in Augenhöhe gleich vor der langgezogenen Reling. Dennoch fliegen sie nicht. Aber schwimmen so hoch, dass selbst der von den Wellenkämmen wehende Schaum sie nicht mehr erreicht. Davon bin ich seit einer Stunde restlos beglückt. ….   Bislang kannte ich Mantas nur aus dem Fernsehen und, aber selten, dem Kino. Damit meine ich ihre schwebende, an den Rändern unstete Art der Bewegung. Erst waren sie nur riesige Schatten, die sich vom Heck her näherten, um sich vor die noch tiefstehende Sonne zu schieben. Davon wurde es in meiner Kabine fast wieder dunkler als mit den Gardinen. Dann aber schwammen sie hinter den Scheiben vorüber, schneller als das Schiff. Trotzdem waren sie so ungeheuer langsam und stiegen noch viel langsamer hinauf, dass ich ihre, quer über der Halsbrust, Kiemen sich aufklappen sah. Und nicht nur ihre weißgrauen, sondern spätkarfreitagsfarbenen Bäuche erblickte und ihre kurzen peitschendünnen Schwänze.

Natürlich gibt’s hierzu noch ein Feedback – Traumschiff 2 … bis dann!

 

Wirkliches Leben …

Herzlich Willkommen im „Wirklichen Leben“ 2016 – nach den Feiertagen und dem Urlaub oder den Ferien, die für uns jegliche tägliche Routine unterbrochen haben, geht es heute – hoffentlich mit viel Schwung und Elan – wieder richtig an den Start!

Viele Gedanken habe ich mir in den letzten Wochen gemacht, was „wirklich“ leben bedeutet. Gerade während und nach einem herrlichen Urlaub, der sich wie ein Traum anfühlte und Glückseligkeit „bliss“ mein Herz erfüllte, war immer wieder eine Frage in mir ganz präsent:

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ 

Je mehr ich es schaffe, mein Leben aus einer beobachtenden Position zu betrachten, mich also aus meinem „physischen Körper“ quasi heraus beame, desto mehr erlebe ich alles, was um mich herum geschieht, wie ein großes „Spiel des Lebens“.  Was ist wirklich „wirklich“?  Was ist wahrhaftig? Sich diese Fragen zu stellen,  das halte ich für dringender denn je – z. B. Wenn wir Nachrichten im Fernsehen sehen …  Können wir glauben, was uns vermittelt wird? Jeder kann sich selbst entscheiden – ich jedenfalls interessiere mich immer weniger dafür,  was  uns da gezeigt wird oder was mir vorher oder nachher durch Werbestrategien schmackhaft gemacht werden soll.  Die Prioritäten, die bei der Nachrichtenübermittlung von Seiten der Medien gesetzt werden, manipulieren uns alle, denn das was gerade opportun ist, das wird überzeichnet oder aufgebauscht!  Fassungslos macht mich auch, wenn ich miterlebe, was sich an Arbeitsplätzen abspielt:  seltsame Spielchen,  die in Firmen, aber auch in öffentlichen Behörden oder kirchlichen Einrichtungen gespielt werden. So viel heiße Luft, so viel Luftschlösser aus Macht und Geld und die handelnden Menschen werden immer mehr zu Marionetten.

Was also ist wirklich echt und wahrhaftig?

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In der Welt der Dualität ist das „lebens-spendende“ und das „aufsaugend-tötende“ wahrnehmbar, eine Lebenskraft und eine Gegenkraft und jedem Menschen wurde der freie Wille gegeben, sich entscheiden zu können.  Erst über das Erleben dieser Gegensätze innerhalb der eigenen Existenz, über die Bewusstwerdung des Guten und des Bösen, von Wahrheit und Lüge, von Freude und Trauer, von Glauben an sich oder Zweifel kann der Mensch zu der Erkenntnis gelangen, was WIRKLICHES LEBEN beinhaltet.

yin_yangDurch die Konfrontation mit Trauer und Tod, mit Lüge und Schein können wir vielleicht  den WERT von Reinheit, Freude und Liebe besser verstehen. Und wir können mehr Dankbarkeit für das Leben selbst entwickeln.

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„Dem Leben nach“ leben oder „in Wahrhaftigkeit leben“ beinhaltet, dass wir auf die tiefste Wahrheitsstimme in uns selbst hören, auf unsere authentische Natur, auf unser Herz, auf die uns ureigene Art. Das heißt: uns selbst treu zu sein, dem eigenen Wesenskern folgen, der eigenen inneren Stimme vertrauen. Nicht das, was das kleine ICH will, sondern wonach die große Wahrheitsstimme des Lebens in uns fragt … das darf geschehen.

„Dem Leben nach leben“, das tun, was unsere innere Lebensquelle von uns verlangt, das bedeutet auch: Ausruhen, wenn wir müde sind, in Aktion kommen, wenn die Energie da ist.  Essen, wenn wir Hunger haben, auf unser Herz hören und uns nicht wie Roboter oder dressierte Affen durchs Leben bewegen.  Uns nicht für andere aufopfern, für ein Ideal, für eine Arbeit … nie über die eigenen Grenzen hinaus gehen. Nein zu sagen, wenn wir tief in uns das Gefühl haben, nein sagen zu müssen – das hat nichts mit ICH-Sucht zu tun, sondern mit dem tiefen Wahrheitsgefühl in uns selbst.

„Dem Leben nach leben“, das heißt, den ureigenen Weg finden, jenseits aller Normen und Zwänge. „Lebe radikal“, „Werde verrückt …“ zwei Erfolgsbücher, in denen Veit Lindau ähnliche Gedanken weiter „spinnt“ und erfolgreich  Menschen vermittelt, wie ein glückliches Leben geführt werden kann (Auch eine Marketing-Strategie, die aber mit meiner Wahrheit korrespondiert!).

Niemand kennt die „Wahrheit“ – es ist jedoch möglich –  in aller Ehrlichkeit mit sich selbst – eine tiefe Bewusstheit für die ureigenen „Wahrheitsfrequenzen“ zu erlangen. Das bedeutet im täglichen Leben: stets in aller Ehrlichkeit mit sich selbst zu leben. Gewisse Dinge zu tun oder eben zu unterlassen, Dinge zu sagen oder gerade nicht zu sagen, sich nicht zu belügen, keine Maske zu tragen, sondern die wirklichen und wahren Seelenwünsche und Aufgaben zu kennen, um so zu leben, dass wir unser Inneres zum Klingen bringen können.

Immer wieder sind wir in unserem Alltag gefordert, in uns hineinzuspüren und genau das zu tun, was uns –  und vielleicht wirklich nur uns und nicht unseren Familien, unseren Freunden oder der Gesellschaft entspricht. Denn jeder ist „EINZIGARTIG“.  Übrigens – auch ein toller Titel eines Buches, das ich aber noch nicht gelesen habe:

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Wenn wir uns glücklich und zufrieden fühlen – dabei immer mal wieder auch „bliss“ Glückseligkeit erleben, dann sind wir auf einem guten Weg  Meister oder Meisterin im  „Spiel des Lebens“ zu werden.

Ich wünsche euch und auch mir ein Jahr 2016, in dem wir die Meisterschaft des Lebens immer mehr verinnerlichen, um gegen all die Turbulenzen, die das Jahr mit sich bringen wird, gut gewappnet zu sein.  Herzlichst, eure Denara

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Over the rainbow …

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so fühlte ich mich in der letzten Woche hier – obwohl ich täglich weinte – vor Ergriffenheit, Rührung, Begeisterung, aber auch Wut, Ärger und Fassungslosigkeit. Hier, unter dem Regenbogen auf dem Vulkan, da erlebte ich die ganze Bannbreite meiner Gefühle – ein intensives Erleben. So wurde Big Island für mich wie ein nach Hause kommen – und gerade empfinde ich es so: zu meinem Lieblingsplatz auf Mutter Erde!

Warum hier das Regenbogenland ist, das wurde mir klar bei meiner zweitägigen Rundfahrt um die Insel – bei strömendem Regen, Sonnenschein – erstrahlten immer wieder am Himmel die dicksten und farbintensivsten Regenbogen, die ich je gesehen habe. Hilo, der Ort auf der anderen Seite der Insel, soll die regenreichste Stadt der USA sein. Es ist kaum vorstellbar, wie sich Vegetation und Temperatur auf einer Insel (ca. 120 km auf 60 km) so stark verändert. Ich habe in den 2 Wochen in Pu’unohua o Honauau nie Regen erlebt. Ist im Westen alles sehr karg , im Nordwesten fast steppenartig, so befindet man sich im Südosten im tiefsten Dschungel mit den höchsten Bäumen und den größten Blättern, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Ich stand manchmal mit offenem Mund und tränenden Augen einfach nur da und musste mich in den Arm zwicken, um zu wissen, dass ich nicht träume. Bei herrlichstem Sonnenschein saß ich mittags mitten im buntesten Dschungel-Paradies bei dem leckersten vegetarischen Mahl, das ich jemals in meinem Leben gegessen habe! Und das in Amerika, das glaubt doch niemand, oder?

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Man sieht die Urgewalten der Natur im Film oder sieht Fotos von Freunden – aber nichts kann das eigene Erleben ersetzen.

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Einer der vielen Highlights war natürlich der Besuch bei der Feuergöttin Pele, die den „Volcano“ auf dem Mauna Loa bewacht. Im Regen und bei Tageslicht war nur ein großer Krater erkennbar und Rauch an verschiedenen Stellen. Immer noch geflashed bin ich vom „Tanz auf dem Vulkan“ –  um 4:30h war ich auf dem Weg, um die glühende Lava zu sehen. Der Himmel meinte es gut mit mir: er zeigte sich in seiner ganzen Sternenpracht!  Und einen glühenden Krater …. Nach den Klängen von U2 „Volcano“ tanzend erwartete ich die Sonne auf dem höchsten Berg der Erde (vom Meeresgrund gemessen ist er über 10.000m hoch).  Die Sonne tauchte den Mauna Loa in rot schimmerndes Licht! Es sah aus, als glühe der Berg … magic, amazing, breathtaking, mindbrushing (das Wort habe ich von einem Amerikaner, der mir über den Weg lief) … ich finde keine deutschen Worte, um diese Gefühle zu beschreiben.

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Auch unter Wasser erlebte ich – am liebsten ganz alleine – mit Wasserschildkröten, Mantarochen und Delfinen Begegnungen der ganz besonderen Art. Sie waren so intensiv, dass auch da immer wieder die Tränen liefen …  Die Welt unter Wasser, das ist eine neue Liebe, die ich entdeckt habe! Besonders die Turtles habe ich ins Herz geschlossen. Fast bei jedem Schnorchelgang begegneten sie mir unter Wasser – und manchmal gingen sie direkt in Kontakt mit mir. Beim ersten Mal schwamm sie ganz nah an mich, so grazil und beweglich und schnell, schaute mich an … dann tauchte sie nach unten, als wolle sie mir zeigen, wie einfach das Tauchen geht (ich schaff‘ das leider noch nicht – ich hätte zuviel Auftrieb – so die Meinung von Lisa, als ich sie um Unterstützung bat – damit war für sie die Sache erledigt! Was ich bei ihr und mit ihr erlebt habe, war auch eine interessante Erfahrung, bei der ich den Vulkan auf der Insel in mir brodeln spürte!).

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Morgen ist mein letzter Tag hier – alles ist gepackt, dass ich pünktlich, wie gefordert um 10 Uhr das Zimmer räume, werde mich dann aber nochmal von einigen schönen Stellen auf der Insel verabschieden, denn um 22 Uhr geht der Flieger gen San Francisco, und von dort nach Frankfurt. So  mache ich mich also wieder auf den Weg ins weihnachtliche Deutschland – eingestimmt auf das Weihnachtsfest bin ich aufs beste und nicht nur, weil hier überall Weihnachtsmusik läuft, alles weihnachtlich dekoriert ist:

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und ich auch einen wunderschönen 3. Advent in einem sehr persönlichen Gottesdienst in der „Painted Church“ erlebt habe. Nein, nicht deshalb, sondern weil ich hier die Geburt des Christkinds in mir selbst erfahren habe. Sicher braucht dazu nicht jeder Big Island … dennoch wünsche ich euch diese wunderbare und tiefe Erfahrung. Merry Christmas, euch allen und ich würde mich freuen, wenn ich ein bisschen von dem Licht, das ich hier so intensiv empfangen habe, weiter geben konnte. Von Herzen wünsche ich euch ein gesegnetes Weihnachtsfest, eure Denara

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Leben auf dem Vulkan …

… das Feuer zeigt hier den Weg …

Noch nie war ich auf einer Insel, auf der ein Vulkan noch aktiv ist. Und noch nie spürte ich eine Veränderung von einem auf den anderen Tag so extrem wie der Tag der Ankunft hier und der Tag zuvor auf Maui.  Habe ich in San Francisco, auf Ohao und Maui alles fast wie in einem Märchen erlebt, in dem ich Zuschauerin war, so wurde ich hier wieder voll auf mich zurück geworfen. So als sei ich aus einem Traum erwacht.

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Zwischenzeitlich habe ich meine innere Balance wieder gefunden, dennoch ist die Energie spürbar – ich schlafe tief, träume viel, wache früh auf und freue mich auf das Meer. Ich fühle mich geerdet, auch wenn ich immer mal wieder den Autoschlüssel oder das IPONE suche. Jeden Morgen gehen wir ins Wasser – die Unterwasserwelt ist gigantisch. Die Stunden bei Lisa sind zu Ende – leider sind die Delfine in den letzten Tagen nicht in den beiden Buchten zu sehen gewesen und so konnten wir sie auch nicht unter Wasser treffen. Aber die vielen bunten Fische, die riesigen Korallenriffe, die in allen Schattierungen leuchten, wenn die Sonne scheint, ich kann nicht genug davon bekommen. Und ich habe die Angst vor dem Wasser und den Wellen verloren. War heute alleine sehr weit draußen … ein Hai soll sich da rumtreiben – er hat sich aber nicht blicken lassen.

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Die letzten Tage habe ich hier auf der Insel intensive Kraftplätze gefunden. NIcht weit von hier ist der Nationalpark Pu’uhonua o Hanaunau mit dem Vergebungstempel, eine Heilige Stätte der Hawaiianer. Von einem „Garden of Peace“, voller Blumen und Schreine aller Religionen hat man einen wunderbaren Blick auf das Meer und Pu’uhonua. Die „Painted Church“ ist nicht weit entfernt, eine Holzkirche mit vielen Malereien an den Wänden – und der Blick von oben aufs Meer. Alles sehr magisch, vor allem durch das tiefschwarze der Felsen.

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Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Jeden Tag habe ich wunderbare Begegnungen mit Menschen von überall auf der Welt, aus Vancouver, Russland, auch Deutschland und Österreich und natürlich mit vielen Einheimischen, die hier geboren sind oder die irgendwann mal den Absprung auf die Insel geschafft haben. Am Abend treffen sie sich, picknicken miteinader und machen dann miteinander Musik mit Gitarre, Uckulele oder selbstgebauten Instrumenten.

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Ich freue mich auf jeden Tag, den ich noch hier sein darf. ALOHA … eure Denara


 

 

Das raue Hawaii …

… erlebe ich hier auf Big Island. Schon mehrmals habe ich gelesen, dass Menschen, die von Maui, der weiblichen Insel, nach Big Island, der männlichen kommen, völlig aus dem Ruder laufen. Auch mir ist es so ergangen. Es war wie ein kleiner Schock, den ich schon gleich bei der Landung erlebte – überall nur schwarzes Gestein und nur am Eingang vom Flughafen, der übrigens sehr schön ist, ein paar Blumen.

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Es lief alles anders als geplant – ich war verabredet mit Daniela, mit der ich das Auto teilen wollte und die den Weg ins Delfinhaus in Captain Cook Naturschutzgebiet kennt, weil sie schon seit Anfang Dezember hier ist – aber wir haben uns am Flughafen verpasst. Das Naturschutzgebiet entpuppte sich dann als Wohnsiedlung, 5 Gehminuten vom Meer entfernt. Ich habe den Weg zum Delfinhaus mit dem Navi zum Glück gut gefunden, aber leider dann den Eingang nicht. Ein Hund im Nachbarhaus hat wütend gebellt, als ich dort parkte, und eine Frau, die ich nach dem Weg fragte,  schrie mich an, dass sie die Menschen, die dauernd kommen, hier nicht haben wollen, dass sie mir auch keine Auskunft gibt und ich solle verschwinden. Schon da war mir klar, dass hier die Uhren anders ticken. Als ich das Haus dann endlich gefunden hatte, gab es leider auch kein „E KOMO MAI“ (Herzlich Willkommen). Im Grunde wurde ich überhaupt nicht erwartet – das Zimmer, das man mir zeigte ist allerdings wirklich sehr schön. Böses Erwachen gab es, als die Dunkelheit einbrach und mit ihr auch ein Überfall der Insekten, größer und noch mehr als in Sri Lanka oder Indien. Erfahren habe ich heute, auch durch einen großen Bericht in der Tageszeitung, dass gerade auf der Insel Großalarm herrscht wegen der Dengue-Fliege …

Stille werde ich die nächsten 2 Wochen hier im Delfinhaus wohl nicht nicht erleben – alles ist offen und die beiden lebhaften Kinder  von Lisa sind auch noch abends aktiv und haben viel zu lachen. Außerdem teile ich  den Wohnbereich mit D. und ihrer 11-jährigen Tochter – auch da bin ich gespannt, wie wir miteinander klar kommen. Sie kocht gerade – hab mich aber ausgeklingt, um zu schreiben, und weil ich nicht für den Abwasch verpflichtet werden möchte. Es riecht schon verführerisch, aber ich widerstehe!

Es werden für mich also herausfordernde 14 Tage. Ich hoffe sehr, dass mich die Natur über und unter Wasser dabei unterstützt. Schnorcheln hat mir heute keinen großen Spass gemacht – so hohe Wellen und ein Strand mit vielen spitzen Steinen, dann zum 1. Mal mit Schwimmflossen – das klappt ja gar nicht – da fühle ich mich beim Schwimmen ganz unsicher. Morgen versuchen wir das erste Mal, Delfine im Wasser zu treffen. Ich habe sie heute morgen schon gesehen. Das war sehr schön – war schon ganz früh am Strand!

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Die Brandung hier ist hoch und voller Felsen – die Unterwasserwelt bei weitem nicht so reich und bunt wie auf Maui. Oder täusche ich mich? Vielleicht werde ich in der nächsten Woche eines besseren belehrt?

Voll Wehmut denke ich an Maui – alles was ich dort erlebt habe, war so wunderbar und magisch, so voll Licht und Liebe.

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Wahrscheinlich werden mir die Tränen kommen, wenn ihr mich darauf ansprecht – weil’s einfach so tief rein ging. Ich bin gespannt, was die nächste Zeit auf dem wahren Hawaii so alles bringt.  Am besten sollte ich bald mal die Göttin Pele besuchen, die den fließenden Lavastrom auf dem Vulkano bewacht und  sie um Beistand bitten! Bis nächste Woche, eure Denara

 

American Dreams …


  • Nicht nur am Tag erlebe ich sie, auch in der Nacht begleiten sie mich, süsse Träume von einer perfekten Welt. Und wenn ich sie schon hier in San Francisco erlebe, wie viel künstlicher müssen sie noch in Hollywood oder Las Vegas erscheinen. Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

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Das waren meine Gedanken nach den ersten Tagen in San Francisco. Nun bin ich schon über eine Woche unterwegs und Hawaii erlebe ich ganz anders. Auch hier ist die (gefühlte) perfekte Welt – aber vor allem mit viel Natur und die wird gut behandelt. Kein Müll überall – wie in Asien …

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Nun aber der Reihe nach – ich weiß ich wollte schon am Montag gepostet haben, aber ich war einfach so überwältigt von all den Eindrücken, dass ich dazu noch nicht in der Lage war.

Mein Abenteuer begann in – SAN FRANCISCO – hier gibt es alles: von den schnuckeligsten kleinen Häuschen bis zu den erhabensten Wolkenkratzern, es gibt das Meer mit Brücken, die alles zu überwinden scheinen, es gibt alle Arten von Bahnen – und keine Baustellen! Ich erlebte diese Stadt, wie anscheinend selten, ohne Nebel, in ganzer Klarheit rot eingetaucht bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang . Da am letzten Donnerstag im November in Amerika THANKSGIVING gefeiert wird, trafen sich die Familien zum legendären Truthahn-Essen. Man verbringt den Tag miteinander, geht shoppen – am Black Friday waren Abends die Straßen so voll als wäre eine Demonstration.  Alle liefen in eine Richtung zum Union Square – keine Chance, die Straße in die andere Richtung zu benutzen. „Thanksgiving is much more exciting than Christmas!“ so sagte mir eine nette American lady im Hotel. Obwohl ich mich des Gedankens nicht erwehren konnte, dass auch schon Weihnachten sein könnte, denn die Stadt glitzert und blinkt voller Sterne und Christbäume. Sogar „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter …. “ trällerte mir beim Frühstück im BOUDIN entgegen. Dort verdient sich ein Franzose mit seinen Croissants und Baguettes eine goldene Nase.

Die Stadt ist sauber und aufgeräumt – die Armut sichtbar, vor allem, da das Hotel MARKER direkt an den berüchtigten Stadtteil Tenderloin grenzt. Aber auch die Armen sind nicht so arm – das war mein Eindruck und der wurde mir auch von einem Taxifahrer bestätigt. Als ich einmal an der Haltestelle stand, lamentierte ein Schwarzer ganz laut. Er wurde erhört – ein dunkelhäutiger Mann in Anzug und Krawatte kam, redete mit dem Mann, strich ihm über den Rücken, tröstete ihn,  zückte dann seinen Geldbeutel und gab ihm einen Schein. Es war eine so ergreifende Szene – die Dankbarkeit und Freude des armen Mannes zu erleben, dass mir die Tränen kamen. Ich habe mir überlegt, wie viele Menschen, die alles haben, solch Glückseligkeit erleben können.

Ein bisschen möchte ich noch von diesem Traum nach der perfekten Welt schwärmen: Noch nie habe ich ein Hotel so perfekt erlebt – angefangen von einer perfekten Klimaanlage, die auf Knopfdruck mir die Temperatur verschafft, die ich gerne möchte und das nahezu geräuschlos!  Ausreichend Ablagen und Schränke, ein Ladegerät, um 6 elektronische Geräte gleichzeitig laden zu können bis hin zu einer beleuchteten Anzeige, um auch im Dunkeln die Uhrzeit lesen zu können – was will frau mehr. Und dann noch ein absolutes Königinnenbett … anscheinend ist das aber üblich in den USA – die Betten sind alle ganz hoch, so dass man sich fühlt wie auf einem großen Thron, eben wie Cinderella.

Am Samstag ging’s nach Honolulu – auch ein nettes Hotel am Rande des Waikiki-Beach – ein interessantes und für mich wichtiges Erlebnis, das man sich aber getrost sparen kann. Honolulu musste ich erleben, denn seit meiner Kindheit wollte ich nach „Honolulu auf den Eiermarkt“! Das hat nämlich mein Vater zu mir gesagt, wenn ich ihn fragte, wohin er ginge und er mit seiner Antwort meine Neugierde noch mehr anheizen wollte. Eier gibt’s viele in Honolulu – für mich als Vegetarierin eines der wenigen schmackhaften Gerichte.

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Genug für heute – seit gestern bin ich auf Maui und heute war ich den ganzen Tag mit einem kleinen Autochen unterwegs. Es ist unbeschreiblich: ständig wechselnde Landschaften. Von der üppigsten Fauna bis zum Vulkangebirge, das mich tief berührt hat. Bei 3 Grad bin ich frühmorgens auf 3000m Höhe gewandert. Ein heiliger Ort … und nach 30 km ist man wieder in der Wärme und in der Blütenpracht. „Breathtaking“ – atemberaubend, mein neues Lieblingswort!

Aloha aus Maui – ich hoffe, ich konnte euch ein paar Sonnenstrahlen in eure gemütlichen, adventsgeschmückten Stuben nach good old Germany schicken. Die Amerikaner lieben übrigens Deutschland – das höre ich immer wieder. Dann mal bis nächste Woche – Aloha, eure Denara

Ich hoffe, nächste Woche habe ich ein paar Bilder mehr … leider kann ich nur die posten, die ich mit dem IPAD mache und das habe ich selten dabei.

 

 

 

La douce France …

… lieblich-süßes Frankreich –

das werde ich nun nie wieder sagen können. Nicht nach den letzten Anschlägen in der Stadt der Liebe, aber auch nicht nach der Reaktion der französischen Regierung. 2 Tage nach dem Terror in Paris schlägt der Westen, schlägt Frankreich mit Terror zurück. Quelle horreur!

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Frankreich will seine Stärke demonstrieren – und nun ist „Krieg“ angesagt im Namen der Gerechtigkeit und der Freiheit. Eine gerechte, eine freie  Welt, kann es sie jemals geben? Wir leben in der Dualität – es gibt schwarz und weiß, arm und reich – immer und überall.

yin_yang        Zwei Seiten der Medaille – von der Geburt bis zum Tod

Wir im Westen leben am gedeckten Tisch, streben immer weiter nach Wirtschaftswachstum, nach Macht und Geld. Der Reiche wird immer reicher und der Arme immer ärmer. Um im Wolkenkuckucksheim wohnen bleiben zu können, haben wir uns auf Kompromisse eingelassen. Wir rennen in unserem Hamsterrad und haben immer weniger Zeit und Energie, uns der Sinnhaftigkeit unseres Tun klar zu werden. Es ist auch so gewollt, dass wir funktionieren und keine Zeit haben,  tiefer das zu hinterfragen, was mit uns geschieht und was die Medien berichten. So hat sich die Welt immer mehr zu einem „Irrenhaus“ entwickelt.

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Ich nehme mich da nicht aus. Ich bin auch viele Jahre gerannt – oftmals auch gegen den Strom und gegen Windmühlen, doch mein Körper zeigte mir zum Glück die Grenzen. Wir wünschen uns Anerkennung und Geld, denn das brauchen wir, um unsere Träume zu verwirklichen. Ich frage mich allerdings immer öfter, ob ich wirklich so viele Hosen im Schrank brauche oder so viele Schuhe, ganz zu schweigen von den vielen Büchern, die ich mir ständig kaufe. Dann sage ich mir, dass die Boutique auch leben will und der Buchhändler. Und bin hin und her gerissen in dieser Dualität …

Was ich aber vor allem bin ist dankbar! Je mehr ich mich in den Fluss des Lebens begebe, um so klarer spüre ich, dass ich geführt werde. Ich bin gespannt, was das Leben für mich bereit hält und freue mich,  dass ich mir meine Träume erfüllen und jetzt wieder verreisen kann, wenn’s draußen nass, trüb und kalt wird.

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HUNA und das hawaiianische Vergebungsritual „Ho’oponopono“ – das wird mich im nächsten Monat begleiten. Meine Koffer sind gepackt, ein neues Abenteuer wartet auf mich. Abtauchen in das Land der unbegrenzen Möglichkeiten – und dann auch noch im wahrsten Sinne:  unter Wasser neue Kräfte tanken mit Delfinen, Meerschildkröten und Walen.  Aloha.

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„Nur wer seine Träume lebt, kann seine Sehnsucht stillen.“

Montags werde ich hier berichten  und euch teilhaben lassen an meinen Gefühlen und Erlebnissen …

Reich beschenkt …

… fühle ich mich nach einer Woche in Frankreich mit dem Deutsch-Französischen Freundeskreis Rheinstetten – Navarrenx.

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Immer wieder kann ich nur staunen über die Synchronizitäten des Lebens. Da verbringe ich im Juni ein Wochenende mit dem Kinderhospizdienst, sitze am Tisch mit Micheline und erfahre, dass sie die Vorsitzende des Freundeskreises Rheinstetten-Navarrenx ist. Und da der Deportiertenfriedhof Gurs (Gurs ist ein Nachbardorf von Navarrenx) – neben Städtepartnerschaften – auch zu meinen Aufgaben in meinem früheren beruflichen Leben bei der Stadt Karlsruhe gehörte, hatten wir gleich ein Thema. Als sie nach kurzer Zeit sagte, dass noch ein Platz im Flieger frei ist zu den Feierlichkeiten anlässlich der 50jährigen Freundschaft, der 20jährigen Städtepartnerschaft und des 75. Jahrestages der Deportation badischer Juden nach Gurs,  da brauchte ich nicht lange zu überlegen und sagte zu.

Gurs ist ein kleines Dorf in den Pyräneen an der Grenze zu Spanien. Am 22. Oktober 1940 wurden über 6.000 badische Juden in einer Nacht- und Nebelaktion aus ihren Häusern abgeholt,  in den Zug gesetzt und in ein Internierungslager am Rande dieses kleinen Dörfchens in Frankreich gebracht. Wer über diesen traurigen und schrecklichen Teil unserer Geschichte mehr wissen will: https://www.lpb-bw.de/publikationen/helllichten/tag04.htm. 1963 hat der damalige Karlsruher Oberbürgermeister entschieden, dass man sich um den verwahrlosten Friedhof, auf dem ca. 1000 badische Juden begraben sind, kümmern müsse. Ein katholischer Pfarrer aus Mörsch machte sich erstmals im Jahr 1965 mit einer Gruppe Jugendlicher auf den Weg nach Gurs. Und aus eben dieser ersten Begegnung entstand bis heute eine Freundschaft wie man sie sich schöner kaum vorstellen kann. Ich, die ich nur Micheline kannte, habe soviel Wärme und Offenheit sowohl von den Rheinstettenern wie auch den Franzosen erlebt, ein gut organisiertes Programm – immer, die ganze Woche, war ein freundlicher und herzlicher Umgang miteinander – dass ich ganz erfüllt bin und mit Fug und Recht sagen kann, dass es die „heile Welt“ tatsächlich noch gibt. Vielleicht liegt es daran, dass die Menschen in dörflicher Gemeinschaft leben, in der ein Mensch noch als Mensch wahrgenommen wird, aber vielleicht liegt es auch an der langen Versöhnungsarbeit mit der fremden Kultur, den Schrecken der Vergangenheit (in Gurs) immer vor Augen.

Mit knapp 40 Personen reisten wir an und erlebten eine wunderbare Zeit miteinander. Untergebracht in Familien konnten wir so richtig eintauchen in die französische Kultur und Sprache.

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Es wurden bei den verschiedensten Empfängen und Essen nicht nur Reden geschwungen sondern auch lecker gegessen und viel gesungen.

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Interessantes lernte ich über das Baskenland kennen und war an verschiedenen Stationen und in einigen Kirchen, die auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostella führen; es gab sogar zwei Busfahrten, nach Bayonne und nach Spanien: Jaca

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Die Weinkooperation „Jurancon“ war mehr als beeindruckend – mitten im Dorf riesengroße unterirdischen Keller! 6000 Flaschen Jurancon doux und sec lagern in einem geschmackvoll präsentierten „Cave“ ….. Und lecker ist der Wein auch, wie wir bei einer Weinprobe feststellen konnten.

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Ein neues Lieblingsstädtchen in Frankreich gibt es für mich jetzt noch mitten im Baskenland: „Espelette“, fand ich doch dort sogar meinen Lieblingsparfumeur, den ich bei unserer letzten Reise nach Paris auch „ganz zufällig“ am Place de Vosges entdeckt hatte. Nicht nur die Düfte der Parfums sind betörend, auch die Einrichtung, das Flair und die Frauen, die in dieser stilvollen Umgebung arbeiten dürfen. Dann die weiß getünchten Häuschen mit dem typischen „rouge basque“, reicher Blumenschmuck und überall hängt das für die Stadt berühmte Piment – es war bei strahlendem Sonnenschein eine wahre Augenweide. Ja, kaum zu glauben, aber mitten im November schien die Sonne und wir erlebten Temperaturen wie im Sommer! Kein Wunder also, dass wir uns vom Himmel und von unseren Gastgebern mehr als reich beschenkt fühlten.

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Am Donnerstag traf noch eine offizielle Delegation ein mit 12 Gemeinderäten, dem jungen Oberbürgermeister und dem Rheinstettener Jugendchor. Die „popChor“ner brachten Stimmung in die klerikale Umgebung, sorgten aber auch mit ihrem Abschlusslied „Halleluja“ gemeinsam mit dem Chor aus Navarrenx für ein prickelndes Gänsehaut-Feeling.

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Die Gedenkveranstaltung auf dem Deportiertenfriedhof war schlicht mit dem neuen Bürgermeister – und zum Glück konnten wir noch die Besichtigung des Lagers organisieren,  denn das war im Programm nicht vorgesehen.

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Ein Gingkobaum wurde als Zeichen der Freundschaft gepflanzt, der hoffentlich die Hitze des nächsten Sommers übersteht  …

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und in Navarrenx wurde eine beeindruckende Ausstellung gezeigt.

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www.askatasunArte.com 

Viermal – das letzte Mal vor 8 Jahren – habe ich, gemeinsam mit einer Kollegin, die alljährlich stattfindende „Commemoration“ mit organisiert. Dieses Mal konnte ich alles nur auf mich wirken lassen, konnte die Früchte der Arbeit genießen, eine lebendige Städtepartnerschaft erleben und tief in mir eine große Dankbarkeit für mein Leben spüren. Großes Mitgefühl und Trauer spüre ich aber auch bei der Vorstellung, dass Menschen nur mit einem Koffer in der Hand ihr Hab und Gut verlassen mussten und dann in der Fremde interniert wurden …. Ähnliches erleben Flüchtlinge heute. Mögen wir niemals unsere Geschichte vergessen und dem Nächsten, dem Fremden, jedem Menschen immer mit Menschlichkeit und Barmherzigkeit begegnen und die Hilfe anbieten, die wir uns bei all unserem Wohlstand leisten können. Bisou et à bientôt,  eure Denara

Die Blätter fallen …

… fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde. Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. Und sieh dir andre an: es ist in allen. Und doch ist einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seine Händen hält.

Rainer Maria Rilke

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Und vor dem Fallen ist alles so wunderschön bunt. Eine wunderbare Zeit, dieser Herbst – immer wieder vergesse ich das und bin traurig,  wenn der Sommer vorbei ist. Ich war gestern in Baden-Baden und konnte mich nicht satt sehen an der farbenfrohen Natur.

Während ich dies schreibe ist gradgenau Vollmond in Stier und Sonne in Skorpion. Eine besondere Energie und ich spüre deutlich, wie viel Lust ich jetzt habe, mich gleich in die Badewanne zu legen, die schon duftend auf mich wartet. Der Mond im Stier liebt Sinnlichkeit, Genuss und Harmonie. Aber vorher möchte ich noch meine Aufgaben erledigen, um dann auch wirklich eintauchen zu können!

Am Samstag feiern wir Samhain – das  Silvester der Iren und Kelten.  Die westliche Welt hat daraus das Gruselfest „Halloween“ geformt und es für ihre kommerziellen Zwecke missbraucht. Schade, aber vielleicht gelingt es doch irgendwann, uns den tieferen Sinn von Festen und Ritualen klarer ins Gedächtnis zurück zu bringen.

In dieser Nacht sind die Tore zu der Welt der Verstorbenen, zur Welt der Geister und Dämonen weit geöffnet: eine gute Gelegenheit, sich an unsere Ahnen zu erinnen, ihnen zu danken und zu vergeben. Der Kult um die Ahnen war in früheren Kulturen immer von großer Bedeutung.  Auch dies ist leider in unserer hochindustrialisierten Welt ziemlich in Vergessenheit geraten. Wir haben zwar den November mit seinen Feiertagen: Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag – aber diese Zeit ist oft neblig, windig und regnerisch. Die Sonne fehlt, man sitzt zu Hause und wird konfrontiert mit sich selbst, den verdrängten Anteilen und Ängsten.

Das Feuer spielte an Samhain immer auch eine wichtige Rolle. Es soll Licht und Wärme in die kalte Jahreszeit bringen und alles verbrennen, was nicht mehr gebraucht wird und losgelassen werden kann.

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Mögen wir diese Zeit des Abschieds und Neuanfangs nutzen für einen inneren Prozess der Reinigung – lassen wir den goldenen Herbststurm über uns hinweg fegen und voll Staunen werden wir erkennen können, was der Himmel für Überraschungen für uns bereit hält.

Namasté und Aloha, eure Denara

 

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