D E N A R A

L i c h t b l i t z e

Monat: September 2016

„DEAD OR ALIVE“

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„tot oder lebend“ – so heißt eine Veranstaltungsreihe des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, in der drei herausragende Slampoeten in einem „Wettstreit“ gegen tote Dichter antreten, dargestellt von drei Schauspielern des Theaters. Einige Male schon erlebte ich eindrucksvolle Darbietungen und jedes Mal war es ein Highlight, das ich jedem, der in der Nähe wohnt, wärmstens empfehlen kann. Mich begeistert vor allem das proppenvolle, lange im voraus ausverkaufte Theater mit  Menschen aller Altersgruppen (natürlich überwiegend junge!) und weil Literatur so auf eine ganz andere Weise dargestellt und ins Bewusstsein gerückt wird. Meist gibt es auch viel zu lachen.

Letzten Mittwoch wurden mit diesem ganz besonderen Poetry-Slam  die vierten Literaturtage in Karlsruhe eröffnet – ich konnte es kaum glauben, sogar das Große Haus war fast ausverkauft (normalerweise findet diese Veranstaltung im Kleinen Haus statt). Jeder Poet hat 7 Minuten Zeit für seinen Beitrag und die Jury kommt aus dem Publikum. Die Moderatoren, die mit viel Witz und Esprit durchs Programm führen, sind in der Regel auch Slammer und heizen die Stimmung an – das hat schon was, in diesen heiligen Hallen! Dieses Mal war ich ganz erstaunt, dass Victor von Scheffel so schräge und Bertolt Brecht so sexistische, oder wie die BNN schreibt „schwarzhumorige“ Gedichte geschrieben hat. Das war mir neu. Auch kannte ich die gedankenvollen und traurigen Gedichte der jungen Jüdin Selma Meerbaum nicht, die im KZ mit 18 Jahren starb. So gibt es immer auch noch was zu lernen.

Angesteckt durch die Slammer, slamme ich heute auch mal, nur kurz – keine 7 Minuten …

So ist es eben, das Leben!
Menschenmassen, die so viel verpassen -
doch irgendwann, wird jedem ganz klar,
was unecht ist und was wahr!
Jeder hat seine Zeit,
ist irgendwann bereit,
den Sinn zu erkennen und zu brennen
für den Frieden tief  drinnen und draußen.
Doch vorher meint jeder, besser zu wissen,
was gut für die Welt -
letztendlich entscheidet das Geld.
Doch niemals vergesst
bei all dem Rennen in Hemd und Gamaschen -
Das letzte Hemd hat keine Taschen.

In diesem Sinne, eine gute Woche, am besten nur das machen, was Spaß und Sinn macht. Von Herzen, eure Denara

Bild von Philippe de Champaigne

„Der Zauber unserer Gefühlswelt“

Mit diesem Thema lockte mich Dr. Ulrich Warnke, Biologe und Physiker – heute bezeichnet er sich als Quantenphilosoph – nach Zürich. Und so packte ich mein Radl in den Flixbus, buchte in der Jugendherberge ein Zimmer und erlebte 4 fantastische Tage in der schönen Schweiz. Der Wettergott war hold, auch wenn ich ab und zu dankbar um mein Regencape war. Am ersten Tag entzückte mich der Zürichsee und die nächsten die Kunst im Fraumünster mit wunderschönen Glasfenstern von Chagall und Giacometti sowie  die gerade zu Ende gehende Biennale. Ein hölzernes Pavillon schwamm zu diesem Anlass auf dem See.

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Der Workshop gestern war dann schon noch ein Highlight – vielleicht kann ich sogar sagen, ein Highlight in meinem Leben? Vielleicht deshalb, weil mir „wissenschaftlich“ oder von einem Wissenschaftler bestätigt wurde, dass ich richtig „ticke“? Oder weil ich trotz Quanten, Quarks, Higgs und Spins irgendwie alles verstanden habe? Aber sicher auch, weil ich große Dankbarkeit und Hoffnung spüre, wenn derartige Erkenntnisse immer mehr Einzug bei den Menschen hält.

Warnke stellte uns ein neues Weltbild vor und ermutigte uns, neue Schritte und Sichtweisen, die die Quantenphysik schon seit dem letzten Jahrhundert ermöglicht, zuzulassen. Quintessenz seiner These ist, dass wir alle Schöpfer unseres Lebens sind. Wir erschaffen das Leben mit unserem Bewusstsein und Unterbewusstsein – wobei wir immer vergessen, dass 95%  des Geschehens um uns unser so viel klügeres Unterbewusstsein wahrnimmt, das von keinem Wissenschaftler bisher je in seiner Fülle und dem Meer aller Möglichkeiten erforscht wurde. Das Unterbewusstsein entsteht durch alle gedachten Gedanken und Gefühle. Und da die Wissenschaft mit Gefühlen nichts anzufangen weiß, wurde dieser Bereich einfach aus unserer westlichen Welt eliminiert oder als Störung betrachtet. Doch Gedanken und Gefühle geben dem Leben Sinn und Bedeutung. Gedanken und Gefühle sind genau das, was uns Menschen ausmacht und verbindet. Er nennt die postmaterielle Wissenschaft die Versöhnung der Wissenschaft mit dem Geist.  Für ihn ist klar, dass der Geist höher liegt als die Materie, er auch schon vorher existierte und dass es eine übergeordnete, gewaltige Intelligenz gibt, wie auch immer man diese nennen mag. Jeder von uns erschafft Realität durch die Schaffung von Sinn und Bedeutung. „Was ich glaube, das verwirkliche ich“, ist sein Postulat, und jeder braucht eine Motivation – ein Wille, der aus dem Unterbewusstsein kommt – um sich selbst zu heilen oder auch um heilend und friedensstiftend in dieser Welt zu wirken. Das Hauptproblem in der Umsetzung sei im Grunde die Begrenzung (in letzter Konsequenz der Tod), der sich ein Mensch in seinem Dasein ausgesetzt fühlt. Aber es geht nichts verloren nach dem Energieerhaltungssatz: der Geist war schon immer und wird auch immer sein. Viele nennen diesen Geist  „Glauben“. Wissenschaftlich sei belegt, dass Menschen, die glauben, einfacher durchs Leben gehen. Doch wenn wir Zugang zu unserer Intuition und zu unserer Interwelt finden – den Geist also in unser Leben zurück holen –  dann erfahren wir ein Körperwissen, das weit über einen indoktrinierten Glauben hinaus geht und das uns zu ganz neuen Prioritäten im Leben führt. Das kann ich für mich genauso bestätigen.

Jacqueline, eine Frau neben mir – es waren übrigens mindestens genauso viele Männer wie Frauen anwesend – meinte, wenn sie nicht Warnkes Buch „Gehirn-Magie“ gelesen hätte, dann säße sie heute im Rollstuhl. Es gibt von ihm mehrere Bücher, auch Vorträge im Internet.  Das Buch „Die Öffnung des Dritten Auges“ ist in Planung und wenn wir Menschen zu unserer Zirbeldrüse und zur Interwelt einen Zugang finden und Transformation zulassen, dann gibt es – davon bin ich heute mehr denn je überzeugt – Hoffnung für jeden einzelnen, der resigniert und deprimiert im stillen Kämmerlein unglücklich vor sich hin grübelt,  Hoffnung auch für die vielen  körperlich und seelisch Erkrankten und vor allem auch Hoffnung für Mutter Erde.

In diesem Sinne fühle ich mich gerade sehr hoffnungsvoll und freue mich, diese Gedanken mit in die Welt tragen zu dürfen. Mit einem herzlichen Namasté und Aloha, eure Denara

Im Auf und Ab des Lebens

eilen wir eilig

vergebens erscheint’s

mag das es gewesen

kann nervig und stressig, mutig und blutig

die Frage uns plagen

versagen und scheitern

schlaflose Nächte

verweigern

ein Weiterrennen im Alltagsgetriebe

auf Gleisen ins Leere

und plötzlich – ERWACHEN

die Klarheit, dass alles darf sein

denn alles ist Liebe

das göttliche Wesen tief drinnen

erkennt seinen Plan

das Leben fängt an

ganz anders zu klingen

Saiten des Körpers umzustimmen

andere Texte und Melodien zu singen

Mauern einreißen

aufräumen im Keller

den Dämon anschauen

der so gewütet oder behütet

uns auf Schienen setzte

hetzte und trieb

bis nur ein Häufchen von uns

übrig blieb

nun haben wir Raum

uns umzuschau’n

Gottvertrauen

was ist – darf sein

WIR SIND NIE ALLEIN

Test

Gedicht und Foto: Denara Mars

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