D E N A R A

L i c h t b l i t z e

Monat: Oktober 2016

With tears in my eyes …

mit Tränen in den Augen – so startete ich in mein Florida-Abenteuer. Mein Sohn meinte, ich solle unbedingt nach Miami Beach fahren, um dort die eindrucksvollen Villen der Schönen und Reichen auf mich wirken zu lassen. Gelandet bin ich im Holocaust Memorial, einer Gedenkstätte, die eindrucksvoller nicht sein könnte. Singend, betend und weinend habe ich früh morgens alleine dort verbracht. Später kam ich ins Gespräch mit einem Überlebenden, der einer Schülergruppe eine Führung anbot. Ich war – ohne es geplant zu haben – wieder zur rechten Zeit am rechten Ort. Ich bin sehr dankbar.

Auch die Fahrt durch die Everglades war ein Gänsehautfeeling. Nicht nur wegen der Alligatoren, die dort überall zu sehen sind. Die Natur in ihrer Fülle, das Wasser, die Bäume – es erinnerte mich an die Waterfalls in Indien, nur viel größer und ein märchenhaftes Naturreservat, nur dass es in Indien verboten war, aus dem Auto auszusteigen. Hier kann man alles ganz hautnah erleben.

Ich würde so gerne Fotos posten, doch ich habe nur mein IPAD dabei und meine Bilddateien lassen sich nicht übertragen, weil sie zu groß sind. Ich hoffe, ich finde eine Lösung.

Nun bin ich in einem wunderschönen kleinen Hotel in der Nähe von Naples und falle nach diesem eindrucksvollen, wunderschönen Tag bestimmt gleich in Tiefschlaf … Bis bald, with a big hug, Denara

„Haifischfrauen“ …

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mit diesem Buch hat mir Kiana Davenport, eine amerikanische Schriftstellerin mit hawaiianischen Wurzeln, bei einem Lesemarathon, den ich gerne immer mal wieder mit Bravour absolviere, in wenigen Tagen HAWAI’I auf eine ganz neue Weise näher gebracht.  Im Mittelpunkt des Buches mit dem Originaltitel „Shark Dialogues“ steht Pono, eine Frau, die die Hawaiianer eine „Kahuna“ nennen. Sie ließ mich mit ihrem Leben, dem Leben ihrer Eltern, Kinder und Enkelkinder in ein Wechselbad der Gefühle tauchen und zeigte mir Hawai’i in ganz neuen Licht. Ein Buch, reich an Informationen und Wissen über die Inselwelt, ihre Annexion durch die Amerikaner und den raschen Wandel im Leben ihrer Ureinwohner.

Als ich im letzten Jahr das erste Mal drei Wochen auf Hawai’i verbrachte (s. Hawai’i/Reisen), waren es vor allem äußere Umstände, die mich dorthin zogen. Es war meine große Sehnsucht, aber auch die meines Vaters – oder vielleicht sogar die einer ganzen Generation – weit weg von allem, am liebsten ans andere Ende der Welt zu reisen. Der Hawaii-Hype der 50er und 60er Jahre brachte viele Schlager,

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den Toast-Hawaii, der außer, dass er Ananas enthält mit Hawaii überhaupt nichts zu tun hat . Es gab sogar eine „Hawaii-Bar“ mitten in Karlsruhe, in der meine Eltern mit großer Freude tanzen gingen. Das schürte in den Menschen Fernweh und Verlangen. Symbolisch hing bei uns im Wohnzimmer die Skulptur einer hawaiianischen Frau.

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Meine Mutter war vor allem angetan von der Schönheit der Menschen dort, in meinem Vater lebte – mit Sonne, Mars und Merkur im Tierkreiszeichen  Wassermann – die Sehnsucht nach der Fremde. Ich erinnere mich noch gut, dass diese Träume mit lustigen, aber für mich als Kind mehr schreckerfüllten Bildern erstickt wurden: Kannibalen um ein Lagerfeuer mit einem Mann im Kochtopf, der gegessen werden soll.

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'I'm not impressed, Rupert, by your language skills, or your cultural understanding.'

Uranus, der Planet des Wandels, läuft schon seit einigen Jahren durch mein 9. Haus – das Haus des fernen Auslands, der Philosophie und der Bewusstseinserweiterung – kein Wunder also, dass es mich seit einigen Jahren, obwohl ich doch ein häuslicher Krebs bin, so stark in die Ferne zieht. Uranus steht jetzt geradgenau auf meinem Mond, deshalb mache ich mich in 2 Wochen wieder auf den Weg, das erste Mal auch länger als üblich.

Immer schon (das hat mir das Buch wieder einmal mehr gezeigt), überall auf der Welt und jetzt auch hier in unserem beschaulichen deutschen Leben schimmert das Leid und die Schwere von Menschenschicksalen durch alle Spalten und Ritzen in unser Bewusstsein. Und wenn man sich heute in der Welt umsieht, dann kann man doch nur noch den Kopf schütteln und sich fassungslos fragen, was geschieht hier eigentlich mit uns? Was wird uns denn da vorgespielt auf der großen Weltbühne, das wir glauben sollen? Ich fühle mich immer mehr wie früher als Kind im Kasperletheater, doch lustig ist es wirklich nicht, wenn die Hexe (Mrs. Clinton) dem Teufel (Mr. Trump) mit dem Stock auf dem Kopf rum haut. Ich schau’s mir an – und erinnere mich, dass es mich damals schon gegruselt hat. Immer mehr wird mir bewusst, dass jeder einzelne von uns der Schöpfer seines eigenen Lebens ist. Entscheiden wir uns für unser Programm! Die Kinderwelt können wir hinter uns lassen. Machen wir uns also auf den Weg, jeden Tag die Herausforderungen anzunehmen, die das Leben an uns ganz persönlich stellt. Und wenn wir es schaffen, die Liebe, Dankbarkeit und Vergebung mit allem, was ist – auch mit dem Teufel und der  Hexe – zu leben, dann halten wir den Kurs, auf den der Himmel uns schicken will. Setzen wir unsere Segel – für den Wind wird gerade gut gesorgt. ALOHA, ihr Lieben  …

„Die Haut ist der Spiegel der Seele …“

„… und unsere Seele und unsere Haut profitieren gerade sehr mit diesem Honigaufguss!“ So leitete ein junger Mann gestern in der Sauna der Albtherme Waldbronn, unweit von Karlsruhe, einen Aufguss ein, den er auch wunderbar zelebrierte. Ich war sehr berührt und wieder mal sehr dankbar. Der Umbau der Therme ist gelungen – und sowohl das warme Thermalwasser wie auch die schön gestalteten Saunen, für Männer und Frauen getrennt und 4 Saunen im gemischten Bereich, sind für mich in dieser kalten Jahreszeit wahrlich ein Segen. Die Kälte, die uns nach dem wunderschönen INDIAN SUMMER überfallen hat, bekommt mir überhaupt nicht. Schon seit einiger Zeit bin ich nur noch am Husten – hört sich oft sehr bedrohlich an.  Ich musste einige Termine canceln, fühlte mich wohler zu Hause im warmen Bett – tolle Lektüre (ich werde berichten!).

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Ein Freund meinte, dass mein Immunsystem vielleicht deshalb  so angegriffen ist, weil ich bald eine längere Reise starte? Ein anderer ist sicher, dass der Husten spätestens weg ist, wenn ich im Flieger sitze. Wahrscheinlich stimmt beides! Auf jeden Fall sehe ich nicht nur in der Haut, sondern auch in diesem Husten einen Spiegel meiner Seele. Vielleicht brauche ich „die Krankheit“, um zu Hause zu bleiben, Zeit zu haben, mich innerlich zu verabschieden? Und so belle ich mir wohl auch ein bisschen meine Sorge um die zurück Bleibenden aus der Seele. Die Sauna hat mir jedenfalls sehr gut getan – und vielleicht auch für euch als Tipp, wenn’s in den nächsten Wochen und Monaten zu kalt, zu feucht oder alles zu viel wird. „Wohl bekomm’s“!

 

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