D E N A R A

L i c h t b l i t z e

Autor: denara (Seite 1 von 3)

Eine Auszeit …

… genehmige ich mir gerade! Falls ihr ab und zu auf meine Seite schaut, habt ihr sicher schon bemerkt, dass schon lange nichts mehr Neues von mir gepostet wurde. Heute ist mal wieder was im „Briefkasten“ …  unter anderem einige meiner traumhaften Bilder aus Island.

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Jetzt habe ich diese Website so, wie ich oder mein EGO sie immer wollte und mein Wunsch, meine Gedanken in die Welt hinaus zu tragen, ist versiegt. Vielleicht, weil es schon so viel gibt, was täglich herausposaunt wird?  Es gibt so viele Informationen und so viele Wahrheiten und warum soll ich da auch noch mein Scherflein dazu beitragen? Ja, ich hatte etwas zu sagen und hätte auch immer noch so viel zu sagen … doch das was in der Welt und um mich herum gerade geschieht, das macht mich ziemlich sprachlos.

Jeder hat seine Wahrheit, sein Lebenskonzept, mit dem er so gut es eben geht durchs Leben geht, schreitet, poltert, marschiert oder schleicht. Gibt es ein Richtig oder Falsch? Jeder will sein Bestes geben, so gut er kann. Der eine kann es vielleicht besser als der andere. Aber was ist  besser? Ich weiß es nicht. Den meisten fehlt  die Zeit, darüber nachzudenken. Die Welt hält viele im Hamsterrad. Wenn wir jeden Tag unsere Pflichten erfüllen, dann ist doch schon genug getan, so denken die meisten. Ich merke, dass ich müde werde und auch die Lust verliere. An was eigentlich? Am TUN … gerade will ich nur mal SEIN, obwohl ich immer noch viel tue. Die Menschen, die mich verstehen, die verstehen mich sowieso und die, die es nicht tun, die verstehen mich auch nicht, wenn ich mich bemühe, verstanden zu werden. Wahrscheinlich ist es auch überhaupt nicht wichtig, dass andere uns in unserem So-Sein verstehen?

Die Welt ist im Wandel – jeder ist auf seinem Weg und oft sind wir allein. Wir brauchen sie auch, die Zeiten der Stille und Besinnung auf uns selbst. Neue Dimensionen eröffnen sich und große Veränderungen sind unumgänglich und klopfen an die Tür von uns allen.

Die Spreu wird sich vom Weizen trennen …

Ich genieße alles, was ich erlebe, so intensiv ich kann, am liebsten, wenn ich unterwegs bin und Meer Luft rieche.

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ISLAND war ein tiefes Einfühlen in die Anderswelt, die immer war und immer sein wird – doch auch diese Insel und die Isländer, die sich noch auf die eigenen Kräfte besinnen und um die Erhaltung der Natur ringen, werden von der Ausbeutung der Zivilisation nicht verschont. Und auch ich trage mit meinem Konsum dazu bei, dass dieses System irgendwann kollabiert. Ich weiß das, bin sehr demütig, liebe dennoch die Fülle des Lebens und freue mich auch schon auf ein nächstes Insel-Dasein.

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Was geschehen soll, geschieht. Aloha und auf bald, ihr Lieben!

Frei wie ein Vogel …

… wer wäre das nicht gerne? Die Welt aus den Lüften von oben betrachten und einfach wegfliegen, wenn’s brenzlig wird! Das ist jedoch nicht immer möglich. Wie schaffen wir es dann im Alltag, der uns immer wieder in die Knie zwingt, in die Leichtigkeit des Seins zu kommen? Vielleicht ist das die wichtigste Frage auf dem Weg zu einem glücklichen Leben.

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LUFT bringt Leichtigkeit in unser Leben und ist eines der vier Elemente, die unser Leben bestimmen. Das FEUER setzt den Funken (mehr dazu s. Blog vom März 2017), WASSER bringt uns in Verbindung mit unseren Gefühlen und zum Fließen, ERDE erdet uns und all die vielen Visionen und Gedanken (LUFT) können durch sie – die Erde – in dieser Welt ihren Ausdruck finden.

Mit einer Meditation nach Jeru Kabbal am Sonntagvormittag und Astrologie am Nachmittag werden wir am 28. Mai 2017 der LUFT so richtig Raum geben. Luft hat auch mit Atmung zu tun und so ist die Meditation mit Musik und unterschiedlichen Atemtechniken eine gute Gelegenheit, sich diesem Thema zunächst einmal vom eigenen Inneren zu nähern. Es wird ein „Sonntagsgottesdienst“ der besonderen Art. Wer eine kleine Auszeit und ein bisschen Leichtigkeit auftanken möchte, der ist herzlich willkommen. Nähere Informationen unter „Meditation“ und „Termine“ auf dieser Website.

Ein wenig Leben …

ist der Titel eines (Hör)buches von Hanya Yanagihara, das mich gerade sehr gefangen nimmt.

BisschenLeben

Es handelt von der Freundschaft zwischen vier Männern – im Mittelpunkt steht Jude (eigentlich ist die deutsche Übersetzung dieses Vornamens Judas) – ein innerlich zerbrochener Mann. Die Freunde und wir Leser werden hineingezogen in seine schmerzvolle Welt, in der die ganze Bannbreite menschlicher Gefühle lebendig wird. Ein berührendes Buch, das unter die Haut geht – grandios gelesen von Thorben Kessler – denn sowohl bei meiner täglichen Hausarbeit wie auch beim spazieren gehen freue ich mich über gut gelesene Literatur. Das Buch ist keine leichte Kost, aber irgendwie passt es gerade in meine Lebenssituation und ich habe vor allem auch genügend Zeit, sie zu verdauen. Die ZEIT schreibt darüber: „Wenn Sie diesen Roman gelesen haben, wollen Sie mit Ihren Freunden eine Nacht lang über Ihr eigenes Leben nachdenken!“ oder der Kurier: „Es gibt nicht viele Bücher, die man verschlingt … oder die dich verschlingen!“

Gerade aber genieße ich auch sehr diesen wundervollen Frühling, der uns mit seiner Blütenpracht und viel Sonne so unglaublich verwöhnt hat und hoffentlich auch weiterhin verwöhnt. Seit 2 Monaten versüßen Katze Sissi und Hund Karli mein Leben. Seither laufe ich täglich im Durchschnitt 10 000 Schritte und bin sehr erstaunt, wie viel ich in meinem nahem Umfeld noch nicht gekannt habe. Immer wieder finde ich neue Wege und einmal wöchentlich bin ich mit einem Müllsack unterwegs, um Karlsruhe ein bisschen sauberer zu machen – gerade sind hier die „Dreck-weg-Wochen“ und bevor ich mich über eine schmutzige Stadt ärgere, werde ich lieber selbst aktiv.

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Genießt weiterhin die energiereiche Zeit, den Aufbruch, den uns die Natur gerade in seiner ganzen Fülle zeigt. Es bleibt spannend … eure Denara

 

FEUER und Flamme für das Leben

… ist das Thema eines sonntäglichen Zusammenseins mit einer geführten Meditation mit Musik und Atemtechniken (nach Jeru Kabbal) am 19. März 2017 von 10 – 12:30h im Omega-Zentrum Karlsruhe, Pfinztalstr. 73.

Inspiriert durch meinen Aufenthalt auf Hawai’i – nirgendwo sonst ist die Heilkraft der vier Elemente so spürbar – möchte ich mich selbst mit diesem Thema intensiver beschäftigen und so freue ich mich auf nächsten Sonntag und auf jeden, der Lust und Zeit hat, sich mit mir und anderen auf diese Weise dem eigenen Inneren zu nähern. Am Nachmittag geht’s mit diesem Thema astrologisch weiter. Weitere Infos unter www.astro-salon.blogspot.de.

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Feuer steht zum einen für die Schöpfung, Geburt und Anfang, aber es kann auch alles in Schutt und Asche verwandeln. So erkennen wir im Feuer sowohl das Lebensspendende wie auch das Zerstörerische. Wir lieben das Kaminfeuer im trauten Heim und wissen um das Fegefeuer, in dem jeder, der im Leben sündigte, nach dem Tode schmoren soll.  Als Kind hat mich das sehr erschreckt und lange beschäftigt. In der Bibel schrieb Gott die Zehn Gebote mit einem Finger aus Feuer auf die Steintafeln, und er zeigte sich im Feuer eines Vulkankraters, um Moses die Gebote mitzuteilen, die es zu beachten und einzuhalten galt. Somit ist das Feuer das Urelement im Leben, das Element der Offenbarung, der Erleuchtung und der Reinigung.

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Vulkan, der Sohn von Jupiter und Juno war der Feuergott der griechischen Mythologie. Ich lernte auf Hawai’i  die Feuergöttin Pelé kennen und die Heilkraft, mit der sie mich in meine tiefsten Tiefen brachte. Seit dem neuen Jahr bringt sie wieder viel Bewegung und Ausbrüche auf die Insel. Ich bin mit viel Feuerenergie ausgestattet (Mond im Widder, ASC und Mars im Löwen) und hatte als kleines, scheues Krebsmädchen oft Angst vor meinen eigenen Aggressionen, vor meiner Wut und unbändigen Energie. Wie froh war ich, als mir im Alter von 27 Jahren eine Bekannte mein Radix (Geburtshoroskop) in die Hand drückte mit ein paar Erklärungen und ich auf einmal mich um so vieles besser verstehen konnte. Nun beginnt am 20. März – mit dem Frühlingsanfang und der Sonne in Widder – ein neuer Kreislauf, ein neues astrologisches Jahr. Das neue Leben bereitet sich vor, man sieht es auch in der Natur – wir können etwas abschließen und Neuem Raum geben mit Feuer und Flamme. So lade ich euch ein, mit einem Ritual das Alte zu verabschieden und das Neue willkommen zu heißen. BITTE mit vorheriger Anmeldung. Aloha, eure Denara

 

From Business to Being

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ist der Titel eines interessanten Films, der derzeit in den Kinos läuft. Eine Dokumentation über die Geschichte dreier Führungskräfte, die sich aus dem „Hamsterrad des Getriebenseins“ befreit haben. Nicht nur die Schicksalswege dieser drei Manager, die mit schonungsloser Offenheit aufgezeigt werden, sondern auch die immer größer werdende Sehnsucht der Menschen nach einer Entschleunigung im Berufsleben geben einem zu denken und stimmen hoffnungsfroh, dass solche Filme nun in die Welt kommen und hoffentlich von vielen gesehen werden. Götz Werner, der Unternehmensgründer der dm-Drogeriemarkt-Kette, den ich in meinem Berufsleben persönlich in Karlsruhe erlebt habe, als ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, war bei der Premiere in der Karlsruher Schauburg persönlich anwesend und er faszinierte mich – wie schon damals – mit seinen Visionen, seiner Eloquenz und Klarheit, mit denen er Menschen begeistern kann und ihnen die Wichtigkeit der Eigenverantwortung vor Augen führte. Ich erinnere mich noch gut an die kleine Drogerie Roth in der Herrenstraße. Dort – so berichtete er, habe seine Karriere als Lehrling zum Drogisten begonnen. Und er schilderte seine immer wieder neuen Ziele – und auch seine Ängste, denen er sich stellte, um weiter zu gehen und nicht stehen zu bleiben. Als Astrologin spürte ich Uranus pur – ein wahrer Visionär des Wassermannzeitalters. Solche Männer braucht das Land … da fällt mir gerade das Lied von Ina Deter ein, deren Lieder ich in den 80er Jahren rauf und runter gehört habe. „Ich sprüh’s auf jede Wand, neue Männer braucht das Land!“

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Im Film sieht man Götz Werner rudernd und er erklärt mit diesem Hobby auch seinen Erfolg: Er liebt es zu rudern – mit gleichmäßigen Bewegungen vorwärts zu kommen. Vor allem, so sagt er, sollte jeder immer nur das tun, was er liebt und mit dem, für das er brennt, im Rhythmus des Lebens und im Flow bleiben.

Je größer und anspruchsvoller unsere Ziele sind umso mehr brauchen wir Auszeiten, um aufzutanken. In dem Film werden Menschen vorgestellt, die durch Meditation zu größerer Ausgeglichenheit gefunden haben. Ganz vereinfacht gesagt bedeutet Meditation, sich ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und alle Gedanken, die kommen, wie Wolken vorbei ziehen zu lassen.

From Business to Being

Nicht immer ist es einfach, sich die Zeit zu nehmen, hinzusitzen und einfach nichts zu tun. Und bestimmt gibt es Menschen, die es nicht schaffen, in diese innere Stille zu kommen. Obwohl ich jetzt viel Zeit habe, fällt es mir schwer, mich hinzusetzen und abzuschalten. Ich genieße es sehr, morgens meine Träume nachwirken zu lassen. Oder in der Badewanne zu liegen … Einfacher ist es tatsächlich, in der Ferne alles hinter sich zu lassen und nur im Hier und Jetzt zu sein.

Eine besondere Art der Meditation, die ich seit Jahren praktiziere, ist die QLB-Meditation mit Jeru Kabbal.  Sie ist mit Musik und Konzentration auf die Atmung. Jeru Kabbal war und ist mir ein guter Lehrmeister.

Am Sonntag, den 19. März 2017, 10 – 12:30Uhr lade ich Dich herzlich zu einer geführten Meditation mit Musik und verschiedenen Atemtechniken zum Thema „Feuer und Flamme für das Leben“ ins Omega-Zentrum Karlsruhe ein. Mehr Informationen unter www.denara-mars/meditation. Vielleicht sehen wir uns da? Dann vielleicht bis bald, Denara

 

 

 

 

 

Beautiful Kaua’i

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Gerade sitze ich ganz beseelt von dem Gesang der Insel, vom Licht und der unermesslichen Schönheit der Natur im Flugzeug nach Deutschland und kann es noch nicht fassen, was mit mir in den letzten Wochen geschehen ist. Fast hätte ich noch den Flieger verpasst! Ich saß in einer netten Lounge im Flughafen in Seattle, die Sonne im Visier und den Blick auf schneebedeckte Berge, als ich bemerkte, dass die Uhrzeit auf dem IPAD nicht identisch war mit der auf meiner Armbanduhr. Erst dachte ich, meine Uhr sei stehen geblieben, aber NEIN – Zeitverschiebung! So war meine Aufenthaltsdauer in Seattle nicht acht, sondern nur sechs Stunden. Ich wäre gerne noch ein paar Stündchen geblieben. Seattle fühlt sich gut an.

Mir ist so, als ob ich schwebe (ja klar – ich sitze im Flugzeug!). Aber vielleicht liegt es auch daran, weil ich durch die Zeit, die ich viel mit mir alleine war, ohne Fernseher und nur ab und zu im Internet, nun merke, wie sehr ich aus der Welt, wie ich sie kannte, herausgefallen bin. Vielleicht auch angeregt durch die Lektüre, die ich gerade lese. Ich fühle mich sprachlos und erlebe das als so heilsam. Wie schön, dass neben mir im Flugzeug eine sehr nette Ukrainerin sitzt, die kein Wort deutsch oder englisch kann. So kann ich noch in aller Ruhe mich innerlich verabschieden. Beautiful Kauai …

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Ich bin dem Aloha-Spirit verfallen und ich bin schon sehr gespannt, ob mir all meine Spirits zur Seite stehen, um lange – oder am besten mein Leben lang – in dieser Energie zu bleiben. Sie werden viel zu tun haben, meine Spirits, aber viel gefordert waren sie auch auf der Reise. Einige Male kam ich in brenzlige Situationen, wäre fast gestürzt, fast verunglückt mit dem Auto. Ich war weit draußen alleine im tiefen Meer schwimmen, nachdem mich ein Wal gelockt hat. Ein Hammerhai wurde gesichtet, als ich eines morgens fast alleine beim Schnorcheln war. Und einiges habe ich verschusselt, liegen gelassen – aber alles kam wieder zurück. Ich fühlte mich so gut beschützt. MAHALO, Danke! Außer meiner Sonnenbrille, die blieb irgendwo liegen und ich habe sie trotz intensivem Bemühen nicht mehr gefunden. Aber da bin ich mir sicher, dass ich sie auch nicht mehr brauche. Schon so oft habe ich Sonnenbrillen verloren! Meine Augen können gut mit der Sonne umgehen – also werde ich mir keine mehr zulegen. Ich kam ohne wunderbar klar.

Wenn ich an die angekündigten Schneestürme in Deutschland denke, die mich gleich erwarten und an die Anspannungen in den Menschen, dann wird mir schon ein bisschen mulmig. Dennoch freue ich mich auch auf die Schönheit des Turmbergs, die Kuscheligkeit meiner Wohnung und meines Bettes, ich freue mich auf mein Lieblingsstädtchen Baden-Baden, wenn jetzt sicher alles so aussieht, als wäre es verzuckert. Und natürlich freue ich mich sehr auf meine Familie, meine Freundinnen und Freunde. Mit vielen war ich vom anderen Ende der Welt in Kontakt, habe immer mal wieder eine Nachricht erhalten, auch mal Sprachnachrichten und mich gefreut, wenn mir danach war, eine vertraute Stimme und liebevolle Worte zu hören. Das ist der Segen des Internets. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mir geht, wenn ich wieder daheim bin und ob ich mich dort – in der Baustellenstadt Karlsruhe – noch zu Hause fühle.

Mein Körper ist jetzt bald in Germany, meine Seele wird sicher noch eine Weile auf Hawai’i verweilen – wie schön das ist, wenn wir so auf dem Planeten tanzen können.

Das, was wir in den Medien zur Zeit erleben, das nenne ich „Umweltverschmutzung“ und es macht mich oft fassungslos. Aber wie außen, so innen … der Segen der Zivilisation, mit dem wir bedacht sind und der uns glauben macht, die höchst entwickelte Spezies zu sein, führt sich immer mehr ad absurdum.

Leider wurde in unserer Zeit der Rationalität, Ökonomik und Produktivität die Intuition völlig verdrängt. Das Spüren dessen, was immer ist und immer war, all die subtilen und unterschwelligen Prozesse, sie werden mehr und mehr verbannt, haben in unserer neuzeitlichen Welt des vermeintlichen Fortschritts keinen Platz, werden oft abgetan als Gefühlsduselei. Sich damit bewusst auseinander zu setzen, dafür fehlt in unserer schnelllebigen Zeit die Zeit.  Was uns dadurch verloren geht und wie sehr wir immer mehr gleich geschaltet werden – was ist richtig, was ist falsch, wer ist der Gute und gerade ist Trump ja der Mega-Bösewicht. Ein Feindbild zu schaffen, das schafft Fronten – wird scheinbar gebraucht – und wird nicht gut enden. Politiker sind alle Marionetten, die uns etwas vorspielen, die Fäden ziehen ganz andere. Was dient wirklich dem Fortschritt und dem „Wachstum“, der den immer größeren Teil der Menschheit immer mehr verarmen lässt. Dahin sollten wir doch mal genauer fühlen. Denn nicht immer ist das, was wir als vermeintlich gut erachten, wirklich das Richtige. Oft wissen wir das erst Jahre später und selbst dann wird Geschichte verfälscht (Durch das Lesen des Buchs über die Geheimbünde hat sich für mich eine völlig neue Sicht  offenbart).

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Beautiful Kaua’i … das Lied singt immer in meinem Kopf und Tränen laufen mir gerade herunter, aber nicht, weil ich traurig bin (vielleicht darüber, dass die Welt sich gerade so schwer tut mit sich), aber ich bin auch so glücklich, dass ich die Heiligen Inseln Hawai’i nun immer in mir trage. Mahalo.

P. S. Ich habe immer noch drei Stunden Flugzeit – wie toll ist das denn! Gerade fliegen wir über Reykjavik – mein nächstes Traumziel, wenn dort die Sonne nicht untergeht. Und jetzt habe ich noch ein bisschen Muse für meine Gedanken in der Schwerelosigkeit. Beautiful Kaua’i  (Den Song, den ich im Kopf habe, den findet ihr im Internet)

P.P.S. Jetzt bin ich wieder zu Hause. Frankfurt und Karlsruhe, beide Städte haben mich mit Sonnenschein empfangen und nicht mit dem angekündigten Schneesturm. Mit dem Bummelzug bin ich gefahren, das Gepäck ist noch in Frankfurt, und durch Durlach nach Hause gelaufen – liebe Menschen getroffen, auch meine Freundin. So schön, ja hier bin ich daheim. Zu Hause hat mich eine Lei (Blumenkette) aus Orchideen erwartet (so eine schöne habe ich auf Hawai’i nirgends gesehen) und ein Aloha-Gruß – DANKE Achim – so schön, ICH BIN ZU HAUSE – ALOHA

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„Post aus Hawaii“

„Wir gingen bei Kailua (sprich Ki-lu-ah) an Land, einer kleinen Ansammlung von Grashütten, die unter hohen Kokospalmen schlummerten – es war der schläfrigste, stillste, sonntägliche Ort, den man sich vorstellen kann. Ihr Lebensmüden, die ihr der Arbeit und Sorgen und der verderblichen Unrast der großen, weiten Welt überdrüssig seid und euch nach einem Land sehnt, wo ihr eure matten Hände falten und euer Leben friedlich verschlafen könnt, packt eure Reisetaschen und eilt nach Kailua! Eine Woche dort dürfte selbst den Betrübtesten unter euch heilen.“

Post aus Hawai'i

Das ist nicht von mir – NEIN – aus dem Jahr 1866 – und noch eine weitere kleine Kostprobe:

„Der Ritt von Kailua nach Kealakekua Bay ist ein empfehlenswerter Ausflug. Er führt über ein Hochplateau – ungefähr tausend Fuß über dem Meeresspiegel – und für gewöhnlich rund eine Meile vom Ozean entfernt, der stets in Sichtweite liegt, es sei denn, man durchquert gerade den Wald und reitet inmitten einer tropisch wuchernden Vegetation und dicht wachsenden Bäumen, deren dicke Äste den Weg überragen und Sonne, Meer und alles abschirmen, solange man sich in einem dämmrigen, schattigen Tunnel befindet, der von unsichtbaren Singvögeln heimgesucht wird und vom Duft der Blumen parfümiert ist… Angenehm war es, hin und wieder das brennende Sonnenlicht zu verlassen und in die kühlen, grünen Tiefen dieses Waldes einzudringen und, angeregt durch sein brütendes Zwielicht und sein flüsterndes Laub, in sentimentalen Gedanken zu schwelgen.“

Mark Twain hat seine Erlebnisse auf Hawaii in Tagebuchform zu Papier gebracht. Eine schöne Lektüre, die ich mitgenommen und völlig vergessen hatte. Natürlich hat sich vieles verändert – die Verschlafenheit von Kailua-Kona ist passé, dafür ist sie nach Captain Cook und Honaunau einfach ein bisschen südlicher gezogen. Hier zum Beispiel auf der Paliuli-Farm pfeifen ab 21 Uhr nur noch Vögel oder piepen Frösche (hier sprechen sie eine andere Sprache – sie quaken nicht!). Und auch tagsüber ist es eine friedvolle Idylle, die alle, die hierher kommen, dankbar annehmen.

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Dennoch ist es sehr verwunderlich, wieviele Parallelen es damals zur heutigen Zeit gibt. Wie Mark Twain über Journalisten schreibt oder über Menschen in Machtpositionen, die ihren Möglichkeiten nicht gerecht werden – das klingt heute doch sehr ähnlich. Es war wohl schon immer so und viel hat die Menschheit in den letzten Jahrhunderten dann anscheinend nicht gelernt.

„Wahrlich, welche Kühnheit: ein schwacher, unerfahrener Mann gegen eine Schar hartgesottener Veteranen; unter ihnen große Männer – Männer, die auch an bedeutenderen Schauplätzen … Größe beweisen würden.“ (Mit dieser Einschätzung hatte er sich allerdings geirrt, wie die Geschichte bewies!).

Und was mich auch verwunderte: Es gibt einige Worte, die aus dem Hawaiianischen kommen – Worte, die wir in Deutschland, am anderen Ende der Welt benutzen: „Kanake“, dieses Schimpfwort für Fremdlinge stammt von dem hawaiianischen Wort kanaka , mit dem die polynesischen Ureinwohner tituliert wurden. Eigentlich heißt es übersetzt: MENSCH. Oder das Wort „Tabu“. Auch dieses Wort stammt aus dem Polynesischen Sprachraum, abgeleitet von tapu, „nicht erlaubt“, weil heilig.

Die Farm ist ganz in der Nähe dieser wunderschönen Kealakekua-Bay, ich habe fast 2 Monate gebraucht, um dieses Wort fehlerfrei auszusprechen. Aus Twains Tagebuch habe ich nun erfahren, dass das Wort übersetzt „Pfad der Götter“ heißt. Denn trotz der aufgeklärten, christlichen Erziehung glauben die Hawaiianer, dass der „Große Gott Lono, der einst auf dem Abhang lebte, über diesen Fußweg reist, wenn ihn dringende Geschäfte in himmlischen Angelegenheiten hinunter an die Küste riefen.“ Heute ist diese Bucht vor allem deshalb beliebt, weil sich hier morgens sehr oft die Delfine tümmeln.

Meine Zeit auf der Coffee-Farm neigt sich dem Ende – mit einem weinenden Auge verlasse ich Big Island, um am Donnerstag auf Kauai, der ältesten der Hawaiianischen Inseln zu landen. Eine Insel ohne Vulkan, mit viel Grün, da die regenreichste… Ich bin gespannt, was mich dort erwartet.

Ich werde berichten und schicke ein paar Sonnenstrahlen ins kalte Germany. Aloha, eure Denara

Mele Kalikimaka …

frohe Weihnachten hatte ich hier auf Hawai’i und ich bin schon gespannt, wie dieses Jahr auf der Insel endet und ich ins Neue Jahr starte.

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Das Licht von Weihnachten erlebte ich hier auf ganz neue Weise im Außen und ganz tief in meinem Inneren. Wenn ich irgendwann einmal in den nächsten Jahren das Lied „I’m dreaming of a white christmas“ höre, dann wird es mich erinnern an die weiße Weihnacht auf dem 4200m hohen Mauna Kea mit Schnee, einem atemberaubenden Sonnenuntergang und unendlichen Sternenhimmel –

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und an unser Singen “ I’m dreaming of a Aloha-Christmas“ bei Dough und Trish, die seit 20 Jahren ihr Haus für die Menschen öffnen, die miteinander Weihnachten feiern wollen. Jeder brachte etwas zu essen mit, es wurde gesungen in englisch, schwedisch, dänisch, niederländisch … und von Schweizern, Österreichern und mir als einzige Deutsche „Stille Nacht“. Vielleicht 100 Menschen waren da, vom Kleinkind bis zum Greis, viele kommen immer wieder oder leben da, und das Gefühl in einer großen Familie zu sein, war für alle spürbar.

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Immer wieder frage ich mich, was diese Insel für mich so besonders macht. Wenn ich sage, es ist der Aloha-Spirit, dann ist das vielleicht schwer zu verstehen. Aloha ist vergleichbar mit dem Geist, den uns die Weihnachtszeit beschert, denn mit der Geburt des Kindes Jesus will dieser Spirit von Liebe und Mitgefühl in die Welt getragen werden. Leider ist in der westlichen, christlichen Welt da etwas verrutscht – Weihnachten wird vom Kommerz beherrscht (auch hier auf Hawai’i, allerdings nur an 2 Tagen!)und artet eher in Stress aus als dass dieser Spirit Raum erhält. In diesem Jahr nach dem Anschlag in Berlin hat alles noch eine neue Dimension der Perversität angenommen.

Aloha bedeutet nach Wikipedia: „Im Angesicht des Atems Gottes stehen“, sinngemäß vom Geist Gottes erfüllt zu sein oder seinen Lebensatem eingehaucht bekommen zu haben. Kein Hawaiianer hatte die Erlaubnis, das heilige Wort ALOHA auszusprechen, es sei denn, er war mit seinem Gegenüber in Harmonie.“

Die Welt fühlt sich hier im heiligen Land – so bezeichnet Armin Risi die Insel Hawai’i  (DANKE für diesen Impuls) noch in Ordnung an. Alles ist langsamer, achtsamer, die Menschen gehen freundlich miteinander um und Dankbarkeit ist überall spürbar. Die Verkäuferin im Supermarkt oder auf einem der vielen Farmer’s Markets, die Friseurin, die mir heute meine Haare rappelkurz geschnitten hat, die Gäste, die hier Urlaub machen oder die Menschen, die ein Zimmer ihres Hauses vermieten, um hier überleben zu können, sie alle (und klar, es gibt auch Ausnahmen) sehen das halb volle Glas, das Gute in den Menschen, auch wenn das Leben immer wieder neue und noch größere Herausforderungen zu bringen scheint. Gerade jetzt auch hier in Amerika mit dem neuen Präsidenten.

Hawai’i hat mir geholfen, Klarheit in mir zu schaffen und aufzutanken. MAHALO NUI LOA. Mein Herzenswunsch im Neuen Jahr ist, diesen Spirit in meinem tiefsten Inneren lebendig zu halten.

Hauoli makahiki hou!
Frohes Neues Jahr 2017 und Aloha, eure Denara

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Weihnachten und Silvester mit Ruth verbracht. Es war toll, danke, Ruth!

American Christmas Dreams

Schon seit dem 1. Advent ist die schöne Kaffeefarm voller Weihnachtsdekoration. Im Bad, der Küche, am Geländer der Veranda,  überall steht oder hängt Nippes – seit einigen Tagen auch selbst gemachte Weihnachtskränze von Janis, die die gute Seele der Paliuli-Farm hier auf Big Island ist. Das alles soll uns erinnern, dass jetzt bald Weihnachten ist. Ansonsten würde man es hier womöglich ganz vergessen.

Ja – es ist ein zeitloses Gefühl, das ich hier erlebe. Nicht nur, weil ich so viel Freizeit habe, die in irgendeiner Form ausgefüllt werden will. Immer mal wieder kommen Gäste auf die Farm oder ich treffe Menschen am Strand oder unterwegs, mit denen ich schöne Gespräche führe. Interessanterweise habe ich noch nicht viel gelesen, obwohl ich mir so viele Bücher auf mein Kindle geladen habe. Die letzten Tage fesselt mich allerdings ein Buch über „Die mächtigsten Geheimbünde in der Geschichte und Gegenwart“. Wundern brauchen wir uns nicht, dass wir von Falschmeldungen nur so umgeben sind.

Buch

Wie viele geheime Organisationen, religiöse, politische und wirtschaftliche existieren, die ihre eigenen Ziele verwirklichen wollen und dabei mit allen Tricks und vielen Lügen arbeiten, das vermögen wir Menschen kaum noch zu durchschauen. Für mich bleibt nur die Lösung, mich so gut es geht und nur wenig über die Mainstream-Medien zu informieren, mich aber nicht hinein ziehen zu lassen, es sei denn ich werde mit Leid, das ich in irgendeiner Form mildern kann, oder einer Bitte an mich direkt konfrontiert. Oder es betrifft mich in meinem Inneren und fordert mich zum konkreten Handeln auf. Konkret handle ich im Internet mit meinem Blog und auf fb.  Ich weiß, dass ich mich gläsern mache und dadurch auch manipulierbar bin. Aber ich kann nicht mit dem Finger auf Geheimbünde zeigen, das Dunkle und die Lügenbarone an den Pranger stellen und mich selbst verstecken. Vielleicht finden das viele naiv oder sogar dumm, okay, dann ist das so. Oft denke ich auch, wen interessiert das schon, was ich schreibe. Ich konnte bisher nur profitieren vom Internet – ich fühle mich besser informiert und freue mich, mit vielen Menschen in Kontakt zu sein. Das braucht wahrscheinlich mein Merkur in den Zwillingen im Haus der Freunde. Keine Ahnung wie es hier für mich im Paradies wäre, ohne Internet!

In dem Buch gibt es auch eine große Abhandlung über den Vatikan und die Kirche. Ich erlebe hier gerade eine große kirchliche Organisation „Youth with a mission“ hautnah. Donnerstags ist open house und ich war mit bestimmt fast 1000 Menschen dabei. YWAM agiert weltweit – in Kona sind derzeit an der „University of the Nations“ fast 1.500 Jugendliche, die hier in Bibelkunde unterrichtet und anschließend in verschiedene Brennpunkte auf der Erde geschickt werden. Alles ist wohl organisiert – nach dem Auslandseinsatz kommen sie zurück, bleiben nochmal 2 Wochen hier auf Hawai’i und tauschen ihre Erlebnisse aus. Einen Film über das Projekt in Papua Neuguinea habe ich gesehen. Alles hört sich sehr christlich an – und doch merke ich, dass ich diese „Kinderwelt“ zwar gerne immer mal wieder genieße, aber ihr auch sehr skeptisch gegenüber stehe. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und inwieweit die Jugendlichen für Projekte instrumentalisiert werden, das kann ich nicht beurteilen. Bei zu viel Euphorie werde ich heute hellhörig – zu viel habe ich schon erfahren, wie es in Organisationen zugeht. Immer geht es letztendlich um Geld und Macht. Leider!  Dennoch ist es ein gutes Gefühl, so wunderbare junge Menschen zu erleben, die ihre Liebe teilen möchten mit Gott an der Seite.

Nun werde ich hier also Weihnachten verbringen, das erste Mal alleine und fern der Heimat. Angie, die bis 21. Dezember auf der Farm ist, ist dann auch weg und  ich hatte mir überlegt, ob ich einige Tage auf ein Auto verzichte, um mal wirklich hier einige Tage innere Einkehr zu zelebrieren. Aber es sieht so aus, als schaffe ich das nicht. Auch wollte ich auf Essen und Alkohol verzichten – nun frage ich mich, warum eigentlich? Verzichten gehört zum Leben – das meint SATURN – aber merke ich Saturn nicht schon durch all die Herausforderungen des täglichen Lebens?

Es gab hier Tsunami-Warnung nach dem Erdbeben auf einer Insel im Pazifik – und wenn ich lese, was gerade so alles in der Welt geschieht – oder auch in meinem nahen Umfeld – dann habe ich das Gefühl, das ist genug Saturn und auch hier manchmal nur neptunisch mit einem Glas Rotwein zu ertragen, vor allem wenn es – wie in der letzten Woche – regnet und sich die Sonne kaum zeigt.

In diesem Sinne „Prosit – auf dass das Licht in der Welt leuchtet – ich wünsche euch einen schönen 3. Advent – Herzensgrüße und Aloha aus Hawai’i, eure Denara

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Weiterlesen

ALOHA und einen schönen Advent mit Kerzenschein und Lebkuchen. Wie ich den Novembernebel auf Hawai’i erlebt habe: mehr dazu unter: www.denara-mars.de „Lilith im Paradies“ 

Lilith im Paradies …

ALOHA aus Big Island – wie ich schon im letzten Jahr feststellte und berichtete: Auf einem brodelnden Vulkan erlebt man nicht nur paradiesisches!

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Top ist, dass es warm ist und sich die Sonne fast täglich zeigt. Traumhaft ist die Natur: die Vögel – Rotköpfchen, Kanarienvögel oder die, deren Name ich nicht kenne, die aber 3000 Meilen bis nach Alaska fliegen und sich hier auf der Insel nochmal richtig vollfuttern.  Ein Genuss sind die Bäume und Früchte – täglich gibt es hier auf der Kaffeefarm frisch vom Baum gepflückte Bananen, Avocados, Papayas, Orangen und Zitronen. Auch die Natur unter Wasser ist atemberaubend. Sehr oft sind die Delfine hier und Wale wurden auch schon gesichtet. Gegen Ende des Jahres kommen sie hierher, um ihre Jungen zur Welt zu bringen.

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Wunderschön ruhig und gepflegt ist es auf der Kaffee-Farm, auf der ich 2 Monate leben werde – alles ist da, was man braucht, um sich zu Hause zu fühlen: ein schönes Zimmer mit einem bequemen Bett, Bad und Küche, und ein freundliches, unaufdringliches Ehepaar, das alles in Schuss hält. Eine sehr nette deutsche Frau, Angie, hat auch ein Zimmer hier bis Weihnachten – sie ist oft unterwegs und wenn wir uns sehen, dann haben wir viel Spaß miteinander. Viele außergewöhnliche Begegnungen hatte ich schon und liebe Menschen kennengelernt, die ein ganz anderes Verständnis zum Leben haben als bei uns.

Beispielsweise nahm ich vier Jugendliche (einen Amerikaner und drei Norwegerinnen) mit, die per Anhalter unterwegs waren. Sie verbringen hier ein Studiensemester bei einer christlichen Organisation, um GOTT unter die Menschen zu bringen. Eine der jungen Frauen – sie waren alle Mitte 20, älter als ich anfangs dachte – war schon in Papua-Neuguinea. Wir hatten ein  kurzes, aber sehr interessantes Gespräch und als sie ausstiegen, fragte der Junge, ob er für mich Segensworte sprechen dürfe. Das Segensgebet, mit dem er mir dankte und meine Person würdigte, mir alles Gute für meine Reise wünschte, kam so tief in mir an, dass mir Tränen kamen. Später überlegte ich, was mich so berührt hatte: Es waren die jungen Menschen, die viel Liebe, Hoffnung und Freude in sich tragen und dies weitergeben möchten. Ein anderes Erlebnis war die spontane Reaktion einer Frau auf meinen Namen DENARA (Amerikaner können das kaum aussprechen). Als ich ihr erklärte, dass dies das Anagramm von Andrea ist – dem Namen, mit dem ich in meinem Leben zu viel Verantwortung übernahm –  war ihre Antwort darauf für mich wie ein Geschenk: „What a wonderful way bringing love and forgiveness in your name!“ Ja, da versteht mich jemand … Am Lava Lava Beach in Waimea treffe ich immer ganz besondere Menschen – Thanks to Tina and Megan, you’re great!

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Doch wo viel Licht, da ist ja bekanntlich auch Schatten … Die Wahlen  hier in Amerika, die Veränderungen durch Trumpel und ein Gespräch   dazu mit dem Eigentümer der Farm, den ich anfänglich sehr sympathisch erlebt hatte, irritierten mich und auch die Nachrichten aus der Heimat lassen mich nicht so recht los – zumindest gibt es immer wieder Tage, an denen ich auch hier sehr traurig bin. Traurig über die leidvollen Erfahrungen, die Menschen machen müssen. Traurig über die großen Ängste, die die Menschheit gerade erfasst und traurig darüber, dass noch große Transformationsprozesse nötig sein werden. Auch ich hier auf dem Vulkan spüre diese Ängste (viel stärker als sonst wo auf meinen Reisen!) … vor dem Meer mit seinen Wellen und Strömungen, vor Verlusten – ein Typ bei der Autovermietung Dollar (kann ich nicht empfehlen!) hat die Gunst der Stunde erkannt, mich völlig verunsichert und mir eine viel zu teure Versicherung angedreht. Angst vor meinem Mut, mir diese Auszeit zu gönnen?

Auch wenn mir klar ist, dass jeder Einzelne von uns seine Aufgabe auf Mutter Erde hat, seine Herausforderungen und Spiegel braucht, um sich weiter zu entwickeln, so weiß ich auch, dass ich die Probleme der Welt nicht lösen kann. Ich kann mich nur meinen eigenen Ängsten und Herausforderungen stellen und versuchen, sie zu transformieren. Hilfreich auf diesem Weg ist, sich selbst und anderen zu vergeben und täglich immer wieder einer großen Dankbarkeit Raum zu geben.

Frieden werden wir erst dann im Außen finden, wenn wir ihn in unserem Inneren gefunden haben.

Advent – eine wunderbare Zeit, um sich auf den Weg zu innerem Frieden zu machen,  wo auch immer wir sind.

ALOHA, eure Denara

Noch eine kleine Anmerkung zum Titel: Lilith hat eine mythologische wie auch astrologische Bedeutung. Sie war die erste und gleichberechtigte Frau an Adams Seite (Nicht wie Eva aus einer Rippe!) und astrologisch ist Lilith ein sensitiver Punkt im Radix – den Schatten, den wir ins Bewusstsein holen müssen, um zur Ganzheit zu gelangen.

Jede Menge Wasser …

Florida besitzt keine Berge und Täler, keine Klippen oder hohe Wellen, aber es gibt überall Wasser: Süßwasser, Salzwasser, Regenwasser, Sumpfwasser. Viele Strände habe ich nicht gefunden – obwohl es doch die schönsten in Florida geben soll – einen wirklich traumhaften erlebte ich zum Sunset in Naples, auch der Lido Beach in Sarasota mit seinem weißen Sand lässt wenige Wünsche offen, doch dort entzückte mich viel mehr das Flair der Stadt mit dem St. Armand Circle, den hübschen Geschäften, den adretten Cafés und den vielen wunderschönen weißen Skulpturen. Mit Crystal River und Homosassa bin ich nun in Old Florida gelandet. Alles ist hier old fashioned oder retro – dementsprechend funktioniert auch das WLAN im Hotel fast nie und das Telefon sieht aus wie eines der ersten, die es jemals gab.

Die Menschen sind in Amerika so unterschiedlich wie nirgendwo auf der Welt – kein Wunder, sie sind ja im Grunde fast alle Immigranten, die von überall her kommen. Die Wahlen hier beherrschen das Fernsehen, Plakate auf den Straßen oder an den Häusern werben für den Trump Pence, was auch immer dieser Pfennig bedeuten mag. Witzig finde ich das Posting von Butzko: Es zeigt einen Indigenen, der Trump darauf hinweist, dass er auch ein Immigrant ist und wann er denn endlich das Land verlässt – zumal er es doch selbst so fordert. Wenn ich manchmal von meinem Weg abbiege und in sogenannten Communities lande, Menschen treffe, die am Gürtel einen Revolver tragen, oder mich als Alleinreisende seltsam beäugen, dann wird es mir schon etwas mulmig. Ich kann mich gut in die Romane von Steven King hinein versetzen, denn es ist spürbar, wie es gärt und wieviele Ängste hier herrschen. Die Kinder in den Schulen werden so überbehütet und fern gehalten von Fremden, dass Ängste nicht ausbleiben können.

Dennoch hatte ich schon viele Gespräche mit wunderbaren Menschen – übernachtet habe ich bei einer Großkusine von Franz Kafka, gegessen bei Boe, einem Künstler, der neben seiner Kunst ein Museum und ein Café betreibt mit der leckersten Suppe, die ich je in Amerika gegessen habe. Wolfgang, einem Mann, der schon seit 40 Jahren hier lebt, verheiratet mit einer Amerikanerin – bei ihm hatte ich das Gefühl, dass sein Deutsch immer noch besser ist als sein Englisch. Die Begegnungen mit den Tieren sind ganz besonders intensiv – ja, ich bin mit Manatees geschwommen und habe sie in dem zauberhaften Homossa Springs Wildlife State Park auch hautnah erlebt.  Eindrucksvolle, friedvolle Tiere, die schon 45 Millionen Jahre in diesen Gewässern zu Hause sind, bis zu 4m lang werden und über 100 kg wiegen können. Florida hat übrigens die längste aufgezeichnete Geschichte der US-Staaten. Spanische Eroberer hörten schon im 15. Jahrhundert von goldenen Städten und Meerjungfrauen – fanden aber keinerlei Edelmetalle. Und was ihnen begegnete – anstelle der Meerjungfrauen – das waren Manatees. Es gibt auch viele Vögel und Fische, Schlangen und Alligatoren – und alte Bäume überwuchert von diesem besonderen Silbermoos, das ich zum ersten Mal in Indien gesehen habe … Alles wirkt dadurch mystisch und magisch. Mein Freund Hannes wäre begeistert von den Wolkenformationen – vor allem, weil sie sich so idyllisch schön im Wasser spiegeln. Die Menschen, die im Homossa Park arbeiten, sind allesamt so verbunden mit den Tieren – sie sind auch mit den Besuchern in engem Kontakt und bemühen sich mit großem Engagement, in den Menschen die Liebe zu den Tieren zu wecken. Mich nahm Vicky unter ihre Fittiche und ihre Zuneigung zu den beiden Schwarzbären und zu Lou, dem Nilpferd, rührte mich fast zu Tränen.

Ohne Bilder kann man nur schwer die Intensität beschreiben, die ich hier erlebe. Und Bilder in schlechter Qualität zu posten, das geht irgendwie gar nicht. Um für mich alles zu erhalten, habe ich mich aufs Tagebuch schreiben in Englisch verlegt, zumal es mir so gut gefällt, ganz in die englische Sprache einzutauchen. Deshalb werde ich nur einmal monatlich hier posten – das nächste Mal zum Advent. Auf fb bin ich auch nach Lust und Laune aktiv, dort klappt das mit den Bildern besser – das ist meine Verbindung mit der Welt und Emails oder WhatsApps beantworte ich gerne, wenn ich WLAN habe.

Entschieden habe ich mich auch, ein Buch zu schreiben, obwohl es doch schon so viele Bücher gibt und jeder anscheinend ein Buch schreibt oder schreiben möchte. Dennoch ist eine Klarheit in mir, die nach einem Ausdruck sucht. Auf der Paliuli-Farm auf Big Island habe ich dazu sicher viel Zeit und Muse dafür. Ich bin gespannt, ob doch noch mehr von mir in die Welt kommen will. Was geschehen soll, geschieht.

Ich wünsche euch noch einen farbenfrohen Herbst, lichtvolle Gedanken in der Dunkelheit – und liebe Menschen um euch, with a big hug und ALOHA, eure Denara

With tears in my eyes …

mit Tränen in den Augen – so startete ich in mein Florida-Abenteuer. Mein Sohn meinte, ich solle unbedingt nach Miami Beach fahren, um dort die eindrucksvollen Villen der Schönen und Reichen auf mich wirken zu lassen. Gelandet bin ich im Holocaust Memorial, einer Gedenkstätte, die eindrucksvoller nicht sein könnte. Singend, betend und weinend habe ich früh morgens alleine dort verbracht. Später kam ich ins Gespräch mit einem Überlebenden, der einer Schülergruppe eine Führung anbot. Ich war – ohne es geplant zu haben – wieder zur rechten Zeit am rechten Ort. Ich bin sehr dankbar.

Auch die Fahrt durch die Everglades war ein Gänsehautfeeling. Nicht nur wegen der Alligatoren, die dort überall zu sehen sind. Die Natur in ihrer Fülle, das Wasser, die Bäume – es erinnerte mich an die Waterfalls in Indien, nur viel größer und ein märchenhaftes Naturreservat, nur dass es in Indien verboten war, aus dem Auto auszusteigen. Hier kann man alles ganz hautnah erleben.

Ich würde so gerne Fotos posten, doch ich habe nur mein IPAD dabei und meine Bilddateien lassen sich nicht übertragen, weil sie zu groß sind. Ich hoffe, ich finde eine Lösung.

Nun bin ich in einem wunderschönen kleinen Hotel in der Nähe von Naples und falle nach diesem eindrucksvollen, wunderschönen Tag bestimmt gleich in Tiefschlaf … Bis bald, with a big hug, Denara

„Haifischfrauen“ …

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mit diesem Buch hat mir Kiana Davenport, eine amerikanische Schriftstellerin mit hawaiianischen Wurzeln, bei einem Lesemarathon, den ich gerne immer mal wieder mit Bravour absolviere, in wenigen Tagen HAWAI’I auf eine ganz neue Weise näher gebracht.  Im Mittelpunkt des Buches mit dem Originaltitel „Shark Dialogues“ steht Pono, eine Frau, die die Hawaiianer eine „Kahuna“ nennen. Sie ließ mich mit ihrem Leben, dem Leben ihrer Eltern, Kinder und Enkelkinder in ein Wechselbad der Gefühle tauchen und zeigte mir Hawai’i in ganz neuen Licht. Ein Buch, reich an Informationen und Wissen über die Inselwelt, ihre Annexion durch die Amerikaner und den raschen Wandel im Leben ihrer Ureinwohner.

Als ich im letzten Jahr das erste Mal drei Wochen auf Hawai’i verbrachte (s. Hawai’i/Reisen), waren es vor allem äußere Umstände, die mich dorthin zogen. Es war meine große Sehnsucht, aber auch die meines Vaters – oder vielleicht sogar die einer ganzen Generation – weit weg von allem, am liebsten ans andere Ende der Welt zu reisen. Der Hawaii-Hype der 50er und 60er Jahre brachte viele Schlager,

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den Toast-Hawaii, der außer, dass er Ananas enthält mit Hawaii überhaupt nichts zu tun hat . Es gab sogar eine „Hawaii-Bar“ mitten in Karlsruhe, in der meine Eltern mit großer Freude tanzen gingen. Das schürte in den Menschen Fernweh und Verlangen. Symbolisch hing bei uns im Wohnzimmer die Skulptur einer hawaiianischen Frau.

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Meine Mutter war vor allem angetan von der Schönheit der Menschen dort, in meinem Vater lebte – mit Sonne, Mars und Merkur im Tierkreiszeichen  Wassermann – die Sehnsucht nach der Fremde. Ich erinnere mich noch gut, dass diese Träume mit lustigen, aber für mich als Kind mehr schreckerfüllten Bildern erstickt wurden: Kannibalen um ein Lagerfeuer mit einem Mann im Kochtopf, der gegessen werden soll.

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'I'm not impressed, Rupert, by your language skills, or your cultural understanding.'

Uranus, der Planet des Wandels, läuft schon seit einigen Jahren durch mein 9. Haus – das Haus des fernen Auslands, der Philosophie und der Bewusstseinserweiterung – kein Wunder also, dass es mich seit einigen Jahren, obwohl ich doch ein häuslicher Krebs bin, so stark in die Ferne zieht. Uranus steht jetzt geradgenau auf meinem Mond, deshalb mache ich mich in 2 Wochen wieder auf den Weg, das erste Mal auch länger als üblich.

Immer schon (das hat mir das Buch wieder einmal mehr gezeigt), überall auf der Welt und jetzt auch hier in unserem beschaulichen deutschen Leben schimmert das Leid und die Schwere von Menschenschicksalen durch alle Spalten und Ritzen in unser Bewusstsein. Und wenn man sich heute in der Welt umsieht, dann kann man doch nur noch den Kopf schütteln und sich fassungslos fragen, was geschieht hier eigentlich mit uns? Was wird uns denn da vorgespielt auf der großen Weltbühne, das wir glauben sollen? Ich fühle mich immer mehr wie früher als Kind im Kasperletheater, doch lustig ist es wirklich nicht, wenn die Hexe (Mrs. Clinton) dem Teufel (Mr. Trump) mit dem Stock auf dem Kopf rum haut. Ich schau’s mir an – und erinnere mich, dass es mich damals schon gegruselt hat. Immer mehr wird mir bewusst, dass jeder einzelne von uns der Schöpfer seines eigenen Lebens ist. Entscheiden wir uns für unser Programm! Die Kinderwelt können wir hinter uns lassen. Machen wir uns also auf den Weg, jeden Tag die Herausforderungen anzunehmen, die das Leben an uns ganz persönlich stellt. Und wenn wir es schaffen, die Liebe, Dankbarkeit und Vergebung mit allem, was ist – auch mit dem Teufel und der  Hexe – zu leben, dann halten wir den Kurs, auf den der Himmel uns schicken will. Setzen wir unsere Segel – für den Wind wird gerade gut gesorgt. ALOHA, ihr Lieben  …

„Die Haut ist der Spiegel der Seele …“

„… und unsere Seele und unsere Haut profitieren gerade sehr mit diesem Honigaufguss!“ So leitete ein junger Mann gestern in der Sauna der Albtherme Waldbronn, unweit von Karlsruhe, einen Aufguss ein, den er auch wunderbar zelebrierte. Ich war sehr berührt und wieder mal sehr dankbar. Der Umbau der Therme ist gelungen – und sowohl das warme Thermalwasser wie auch die schön gestalteten Saunen, für Männer und Frauen getrennt und 4 Saunen im gemischten Bereich, sind für mich in dieser kalten Jahreszeit wahrlich ein Segen. Die Kälte, die uns nach dem wunderschönen INDIAN SUMMER überfallen hat, bekommt mir überhaupt nicht. Schon seit einiger Zeit bin ich nur noch am Husten – hört sich oft sehr bedrohlich an.  Ich musste einige Termine canceln, fühlte mich wohler zu Hause im warmen Bett – tolle Lektüre (ich werde berichten!).

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Ein Freund meinte, dass mein Immunsystem vielleicht deshalb  so angegriffen ist, weil ich bald eine längere Reise starte? Ein anderer ist sicher, dass der Husten spätestens weg ist, wenn ich im Flieger sitze. Wahrscheinlich stimmt beides! Auf jeden Fall sehe ich nicht nur in der Haut, sondern auch in diesem Husten einen Spiegel meiner Seele. Vielleicht brauche ich „die Krankheit“, um zu Hause zu bleiben, Zeit zu haben, mich innerlich zu verabschieden? Und so belle ich mir wohl auch ein bisschen meine Sorge um die zurück Bleibenden aus der Seele. Die Sauna hat mir jedenfalls sehr gut getan – und vielleicht auch für euch als Tipp, wenn’s in den nächsten Wochen und Monaten zu kalt, zu feucht oder alles zu viel wird. „Wohl bekomm’s“!

 

„DEAD OR ALIVE“

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„tot oder lebend“ – so heißt eine Veranstaltungsreihe des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, in der drei herausragende Slampoeten in einem „Wettstreit“ gegen tote Dichter antreten, dargestellt von drei Schauspielern des Theaters. Einige Male schon erlebte ich eindrucksvolle Darbietungen und jedes Mal war es ein Highlight, das ich jedem, der in der Nähe wohnt, wärmstens empfehlen kann. Mich begeistert vor allem das proppenvolle, lange im voraus ausverkaufte Theater mit  Menschen aller Altersgruppen (natürlich überwiegend junge!) und weil Literatur so auf eine ganz andere Weise dargestellt und ins Bewusstsein gerückt wird. Meist gibt es auch viel zu lachen.

Letzten Mittwoch wurden mit diesem ganz besonderen Poetry-Slam  die vierten Literaturtage in Karlsruhe eröffnet – ich konnte es kaum glauben, sogar das Große Haus war fast ausverkauft (normalerweise findet diese Veranstaltung im Kleinen Haus statt). Jeder Poet hat 7 Minuten Zeit für seinen Beitrag und die Jury kommt aus dem Publikum. Die Moderatoren, die mit viel Witz und Esprit durchs Programm führen, sind in der Regel auch Slammer und heizen die Stimmung an – das hat schon was, in diesen heiligen Hallen! Dieses Mal war ich ganz erstaunt, dass Victor von Scheffel so schräge und Bertolt Brecht so sexistische, oder wie die BNN schreibt „schwarzhumorige“ Gedichte geschrieben hat. Das war mir neu. Auch kannte ich die gedankenvollen und traurigen Gedichte der jungen Jüdin Selma Meerbaum nicht, die im KZ mit 18 Jahren starb. So gibt es immer auch noch was zu lernen.

Angesteckt durch die Slammer, slamme ich heute auch mal, nur kurz – keine 7 Minuten …

So ist es eben, das Leben!
Menschenmassen, die so viel verpassen -
doch irgendwann, wird jedem ganz klar,
was unecht ist und was wahr!
Jeder hat seine Zeit,
ist irgendwann bereit,
den Sinn zu erkennen und zu brennen
für den Frieden tief  drinnen und draußen.
Doch vorher meint jeder, besser zu wissen,
was gut für die Welt -
letztendlich entscheidet das Geld.
Doch niemals vergesst
bei all dem Rennen in Hemd und Gamaschen -
Das letzte Hemd hat keine Taschen.

In diesem Sinne, eine gute Woche, am besten nur das machen, was Spaß und Sinn macht. Von Herzen, eure Denara

Bild von Philippe de Champaigne

„Der Zauber unserer Gefühlswelt“

Mit diesem Thema lockte mich Dr. Ulrich Warnke, Biologe und Physiker – heute bezeichnet er sich als Quantenphilosoph – nach Zürich. Und so packte ich mein Radl in den Flixbus, buchte in der Jugendherberge ein Zimmer und erlebte 4 fantastische Tage in der schönen Schweiz. Der Wettergott war hold, auch wenn ich ab und zu dankbar um mein Regencape war. Am ersten Tag entzückte mich der Zürichsee und die nächsten die Kunst im Fraumünster mit wunderschönen Glasfenstern von Chagall und Giacometti sowie  die gerade zu Ende gehende Biennale. Ein hölzernes Pavillon schwamm zu diesem Anlass auf dem See.

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Der Workshop gestern war dann schon noch ein Highlight – vielleicht kann ich sogar sagen, ein Highlight in meinem Leben? Vielleicht deshalb, weil mir „wissenschaftlich“ oder von einem Wissenschaftler bestätigt wurde, dass ich richtig „ticke“? Oder weil ich trotz Quanten, Quarks, Higgs und Spins irgendwie alles verstanden habe? Aber sicher auch, weil ich große Dankbarkeit und Hoffnung spüre, wenn derartige Erkenntnisse immer mehr Einzug bei den Menschen hält.

Warnke stellte uns ein neues Weltbild vor und ermutigte uns, neue Schritte und Sichtweisen, die die Quantenphysik schon seit dem letzten Jahrhundert ermöglicht, zuzulassen. Quintessenz seiner These ist, dass wir alle Schöpfer unseres Lebens sind. Wir erschaffen das Leben mit unserem Bewusstsein und Unterbewusstsein – wobei wir immer vergessen, dass 95%  des Geschehens um uns unser so viel klügeres Unterbewusstsein wahrnimmt, das von keinem Wissenschaftler bisher je in seiner Fülle und dem Meer aller Möglichkeiten erforscht wurde. Das Unterbewusstsein entsteht durch alle gedachten Gedanken und Gefühle. Und da die Wissenschaft mit Gefühlen nichts anzufangen weiß, wurde dieser Bereich einfach aus unserer westlichen Welt eliminiert oder als Störung betrachtet. Doch Gedanken und Gefühle geben dem Leben Sinn und Bedeutung. Gedanken und Gefühle sind genau das, was uns Menschen ausmacht und verbindet. Er nennt die postmaterielle Wissenschaft die Versöhnung der Wissenschaft mit dem Geist.  Für ihn ist klar, dass der Geist höher liegt als die Materie, er auch schon vorher existierte und dass es eine übergeordnete, gewaltige Intelligenz gibt, wie auch immer man diese nennen mag. Jeder von uns erschafft Realität durch die Schaffung von Sinn und Bedeutung. „Was ich glaube, das verwirkliche ich“, ist sein Postulat, und jeder braucht eine Motivation – ein Wille, der aus dem Unterbewusstsein kommt – um sich selbst zu heilen oder auch um heilend und friedensstiftend in dieser Welt zu wirken. Das Hauptproblem in der Umsetzung sei im Grunde die Begrenzung (in letzter Konsequenz der Tod), der sich ein Mensch in seinem Dasein ausgesetzt fühlt. Aber es geht nichts verloren nach dem Energieerhaltungssatz: der Geist war schon immer und wird auch immer sein. Viele nennen diesen Geist  „Glauben“. Wissenschaftlich sei belegt, dass Menschen, die glauben, einfacher durchs Leben gehen. Doch wenn wir Zugang zu unserer Intuition und zu unserer Interwelt finden – den Geist also in unser Leben zurück holen –  dann erfahren wir ein Körperwissen, das weit über einen indoktrinierten Glauben hinaus geht und das uns zu ganz neuen Prioritäten im Leben führt. Das kann ich für mich genauso bestätigen.

Jacqueline, eine Frau neben mir – es waren übrigens mindestens genauso viele Männer wie Frauen anwesend – meinte, wenn sie nicht Warnkes Buch „Gehirn-Magie“ gelesen hätte, dann säße sie heute im Rollstuhl. Es gibt von ihm mehrere Bücher, auch Vorträge im Internet.  Das Buch „Die Öffnung des Dritten Auges“ ist in Planung und wenn wir Menschen zu unserer Zirbeldrüse und zur Interwelt einen Zugang finden und Transformation zulassen, dann gibt es – davon bin ich heute mehr denn je überzeugt – Hoffnung für jeden einzelnen, der resigniert und deprimiert im stillen Kämmerlein unglücklich vor sich hin grübelt,  Hoffnung auch für die vielen  körperlich und seelisch Erkrankten und vor allem auch Hoffnung für Mutter Erde.

In diesem Sinne fühle ich mich gerade sehr hoffnungsvoll und freue mich, diese Gedanken mit in die Welt tragen zu dürfen. Mit einem herzlichen Namasté und Aloha, eure Denara

Im Auf und Ab des Lebens

eilen wir eilig

vergebens erscheint’s

mag das es gewesen

kann nervig und stressig, mutig und blutig

die Frage uns plagen

versagen und scheitern

schlaflose Nächte

verweigern

ein Weiterrennen im Alltagsgetriebe

auf Gleisen ins Leere

und plötzlich – ERWACHEN

die Klarheit, dass alles darf sein

denn alles ist Liebe

das göttliche Wesen tief drinnen

erkennt seinen Plan

das Leben fängt an

ganz anders zu klingen

Saiten des Körpers umzustimmen

andere Texte und Melodien zu singen

Mauern einreißen

aufräumen im Keller

den Dämon anschauen

der so gewütet oder behütet

uns auf Schienen setzte

hetzte und trieb

bis nur ein Häufchen von uns

übrig blieb

nun haben wir Raum

uns umzuschau’n

Gottvertrauen

was ist – darf sein

WIR SIND NIE ALLEIN

Test

Gedicht und Foto: Denara Mars

August – geruhsames Treiben im Außen …

… auch wenn’s Innen überall brodelt. Vieles hat mich berührt, ergriffen, genervt und gefreut in den letzten Wochen. Viele Entscheidungen habe ich getroffen. Vieles muss Wachsen und Reifen. Es kommt ja dafür bald der Herbst. Das passt.

Danke allen, die mich auf meinem Weg begleiten, und die meine Familie geworden sind.

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NachDenkLichtes, on the way …

„Dieses Universum ist miteinander verknüpft wie ein Dominospiel.“

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Start in Yverdon-les-Bain 

Weiterreise über den Bernhardino nach SPOTORNO

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„Im tiefsten Inneren seines Wesens kennt jeder von euch seinen eigenen Plan.“

Mehrere Tage in Cervo

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„Die Seele, das Auge des Horus, hat eine völlig andere Sicht dessen, was angemessen ist.“

Weiterfahrt nach Frankreich, Ankunft an der Côte Bleue, in Martigues

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„Die materielle Welt wird viel zu wichtig genommen. Es fehlt völlig an Verständnis für die nicht-physische Welt.“

Lavendelblüte in der Provence

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„Ihr müsst lernen, die Dramen und Lektionen der anderen zu respektieren.“

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„Ihr seid das Ergebnis eurer Gedanken.“

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„Eure Worte geben euch Kraft, oder sie machen euch klein.“

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„Einsamkeit existiert nur im Kopf. Ihr seid niemals allein.“

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„Licht ist Information. Unwissenheit ist Dunkelheit.“

Sätze aus dem Buch von Barbara Marciniak „Boten des Neuen Morgens“ – ein Buch, das mich in den letzten Tagen sehr bewegt hat. Licht und Liebe, namasté und aloha, Denara

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