D E N A R A

L i c h t b l i t z e

Mele Kalikimaka …

frohe Weihnachten hatte ich hier auf Hawai’i und ich bin schon gespannt, wie dieses Jahr auf der Insel endet und ich ins Neue Jahr starte.

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Das Licht von Weihnachten erlebte ich hier auf ganz neue Weise im Außen und ganz tief in meinem Inneren. Wenn ich irgendwann einmal in den nächsten Jahren das Lied „I’m dreaming of a white christmas“ höre, dann wird es mich erinnern an die weiße Weihnacht auf dem 4200m hohen Mauna Kea mit Schnee, einem atemberaubenden Sonnenuntergang und unendlichen Sternenhimmel –

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und an unser Singen “ I’m dreaming of a Aloha-Christmas“ bei Dough und Trish, die seit 20 Jahren ihr Haus für die Menschen öffnen, die miteinander Weihnachten feiern wollen. Jeder brachte etwas zu essen mit, es wurde gesungen in englisch, schwedisch, dänisch, niederländisch … und von Schweizern, Österreichern und mir als einzige Deutsche „Stille Nacht“. Vielleicht 100 Menschen waren da, vom Kleinkind bis zum Greis, viele kommen immer wieder oder leben da, und das Gefühl in einer großen Familie zu sein, war für alle spürbar.

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Immer wieder frage ich mich, was diese Insel für mich so besonders macht. Wenn ich sage, es ist der Aloha-Spirit, dann ist das vielleicht schwer zu verstehen. Aloha ist vergleichbar mit dem Geist, den uns die Weihnachtszeit beschert, denn mit der Geburt des Kindes Jesus will dieser Spirit von Liebe und Mitgefühl in die Welt getragen werden. Leider ist in der westlichen, christlichen Welt da etwas verrutscht – Weihnachten wird vom Kommerz beherrscht (auch hier auf Hawai’i, allerdings nur an 2 Tagen!)und artet eher in Stress aus als dass dieser Spirit Raum erhält. In diesem Jahr nach dem Anschlag in Berlin hat alles noch eine neue Dimension der Perversität angenommen.

Aloha bedeutet nach Wikipedia: „Im Angesicht des Atems Gottes stehen“, sinngemäß vom Geist Gottes erfüllt zu sein oder seinen Lebensatem eingehaucht bekommen zu haben. Kein Hawaiianer hatte die Erlaubnis, das heilige Wort ALOHA auszusprechen, es sei denn, er war mit seinem Gegenüber in Harmonie.“

Die Welt fühlt sich hier im heiligen Land – so bezeichnet Armin Risi die Insel Hawai’i  (DANKE für diesen Impuls) noch in Ordnung an. Alles ist langsamer, achtsamer, die Menschen gehen freundlich miteinander um und Dankbarkeit ist überall spürbar. Die Verkäuferin im Supermarkt oder auf einem der vielen Farmer’s Markets, die Friseurin, die mir heute meine Haare rappelkurz geschnitten hat, die Gäste, die hier Urlaub machen oder die Menschen, die ein Zimmer ihres Hauses vermieten, um hier überleben zu können, sie alle (und klar, es gibt auch Ausnahmen) sehen das halb volle Glas, das Gute in den Menschen, auch wenn das Leben immer wieder neue und noch größere Herausforderungen zu bringen scheint. Gerade jetzt auch hier in Amerika mit dem neuen Präsidenten.

Hawai’i hat mir geholfen, Klarheit in mir zu schaffen und aufzutanken. MAHALO NUI LOA. Mein Herzenswunsch im Neuen Jahr ist, diesen Spirit in meinem tiefsten Inneren lebendig zu halten.

Hauoli makahiki hou!
Frohes Neues Jahr 2017 und Aloha, eure Denara

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Weihnachten und Silvester mit Ruth verbracht. Es war toll, danke, Ruth!

1 Kommentar

  1. Liebe Andrea,
    Schön, dass ich jetzt mal deine Impressionen über die gesammte Zeit deines Aufenthaltes lesen konnte.Nur so kann man Deine Begeisterung für dieses aufregende Land verstehen. Ich bin begeistert über über deine Schilderungen über Land Leute und Geheimnisse. Danke, daß Du uns die Gelegenheit gibst, dies alles Lesen zu dürfen und freue mich auf weitere Schilderungen
    Liebe Grüße Achim

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