D E N A R A

L i c h t b l i t z e

Schlagwort: Vertrauen

Over the rainbow …

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so fühlte ich mich in der letzten Woche hier – obwohl ich täglich weinte – vor Ergriffenheit, Rührung, Begeisterung, aber auch Wut, Ärger und Fassungslosigkeit. Hier, unter dem Regenbogen auf dem Vulkan, da erlebte ich die ganze Bannbreite meiner Gefühle – ein intensives Erleben. So wurde Big Island für mich wie ein nach Hause kommen – und gerade empfinde ich es so: zu meinem Lieblingsplatz auf Mutter Erde!

Warum hier das Regenbogenland ist, das wurde mir klar bei meiner zweitägigen Rundfahrt um die Insel – bei strömendem Regen, Sonnenschein – erstrahlten immer wieder am Himmel die dicksten und farbintensivsten Regenbogen, die ich je gesehen habe. Hilo, der Ort auf der anderen Seite der Insel, soll die regenreichste Stadt der USA sein. Es ist kaum vorstellbar, wie sich Vegetation und Temperatur auf einer Insel (ca. 120 km auf 60 km) so stark verändert. Ich habe in den 2 Wochen in Pu’unohua o Honauau nie Regen erlebt. Ist im Westen alles sehr karg , im Nordwesten fast steppenartig, so befindet man sich im Südosten im tiefsten Dschungel mit den höchsten Bäumen und den größten Blättern, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Ich stand manchmal mit offenem Mund und tränenden Augen einfach nur da und musste mich in den Arm zwicken, um zu wissen, dass ich nicht träume. Bei herrlichstem Sonnenschein saß ich mittags mitten im buntesten Dschungel-Paradies bei dem leckersten vegetarischen Mahl, das ich jemals in meinem Leben gegessen habe! Und das in Amerika, das glaubt doch niemand, oder?

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Man sieht die Urgewalten der Natur im Film oder sieht Fotos von Freunden – aber nichts kann das eigene Erleben ersetzen.

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Einer der vielen Highlights war natürlich der Besuch bei der Feuergöttin Pele, die den „Volcano“ auf dem Kilauea bewacht. Im Regen und bei Tageslicht war nur ein großer Krater erkennbar und Rauch an verschiedenen Stellen. Immer noch geflashed bin ich vom „Tanz auf dem Vulkan“ –  um 4:30h war ich auf dem Weg, um die glühende Lava zu sehen. Der Himmel meinte es gut mit mir: er zeigte sich in seiner ganzen Sternenpracht!  Und einen glühenden Krater …. Nach den Klängen von U2 „Volcano“ tanzend erwartete ich die Sonne auf dem höchsten Berg der Erde (vom Meeresgrund gemessen ist er über 10.000m hoch).  Die Sonne tauchte den Mauna Loa in rot schimmerndes Licht! Es sah aus, als glühe der Berg … magic, amazing, breathtaking, mindbrushing (das Wort habe ich von einem Amerikaner, der mir über den Weg lief) … ich finde keine deutschen Worte, um diese Gefühle zu beschreiben.

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Auch unter Wasser erlebte ich – am liebsten ganz alleine – mit Wasserschildkröten, Mantarochen und Delfinen Begegnungen der ganz besonderen Art. Sie waren so intensiv, dass auch da immer wieder die Tränen liefen …  Die Welt unter Wasser, das ist eine neue Liebe, die ich entdeckt habe! Besonders die Turtles habe ich ins Herz geschlossen. Fast bei jedem Schnorchelgang begegneten sie mir unter Wasser – und manchmal gingen sie direkt in Kontakt mit mir. Beim ersten Mal schwamm sie ganz nah an mich, so grazil und beweglich und schnell, schaute mich an … dann tauchte sie nach unten, als wolle sie mir zeigen, wie einfach das Tauchen geht (ich schaff‘ das leider noch nicht – ich hätte zuviel Auftrieb – so die Meinung von Lisa, als ich sie um Unterstützung bat – damit war für sie die Sache erledigt! Was ich bei ihr und mit ihr erlebt habe, war auch eine interessante Erfahrung, bei der ich den Vulkan auf der Insel in mir brodeln spürte!).

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Morgen ist mein letzter Tag hier – alles ist gepackt, dass ich pünktlich, wie gefordert um 10 Uhr das Zimmer räume, werde mich dann aber nochmal von einigen schönen Stellen auf der Insel verabschieden, denn um 22 Uhr geht der Flieger gen San Francisco, und von dort nach Frankfurt. So  mache ich mich also wieder auf den Weg ins weihnachtliche Deutschland – eingestimmt auf das Weihnachtsfest bin ich aufs beste und nicht nur, weil hier überall Weihnachtsmusik läuft, alles weihnachtlich dekoriert ist:

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und ich auch einen wunderschönen 3. Advent in einem sehr persönlichen Gottesdienst in der „Painted Church“ erlebt habe. Nein, nicht deshalb, sondern weil ich hier die Geburt des Christkinds in mir selbst erfahren habe. Sicher braucht dazu nicht jeder Big Island … dennoch wünsche ich euch diese wunderbare und tiefe Erfahrung. Merry Christmas, euch allen und ich würde mich freuen, wenn ich ein bisschen von dem Licht, das ich hier so intensiv empfangen habe, weiter geben konnte. Von Herzen wünsche ich euch ein gesegnetes Weihnachtsfest, eure Denara

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Vertrauen …

„Vertrauen ist gut, Kontrolle besser!“
So meinte Lenin und dieser, mich irritierende Gedanke kommt mir derzeit in den Sinn, wenn ich die Diskussionen verfolge um die Handy-Abhör-Affäre von Angela Merkel. Interessant und auffallend ist, dass unsere Bundeskanzlerin jetzt doch ihren Unmut zeigt, nachdem sie nun selbst das Objekt der Überwachung wurde. Als vor Monaten die Nachricht durch den Medienwald sickerte, dass wir Bürger gläsern sind und Datenschutz im Grunde ein großer Witz ist, da war die Aufregung darüber eher verhalten.
Alles ändert sich, ist im Wandel – durch die neuen Technologien, die neuen energetischen Herausforderungen…. Und wir fragen uns: Welche Werte zählen heute? Mutieren wir Menschen immer mehr zum unmündigen Bürger, der gepampert wird? Langsam, stetig und fast unmerklich?

 

Es macht mich betroffen.
Sind wir so hilflos, so ausgeliefert? 
Gibt es in dieser Welt Platz und Raum für Vertrauen?
Vertrauen wir uns?
Und – trauen wir uns, anderen zu vertrauen? 
Haben wir Selbstvertrauen?
Oder Gottvertrauen? 
Oder Vertrauen in das Leben?
„Vertrauen heißt,
seine Ängste nicht mehr zu fürchten“ –
so brachte es der Österreicher Ernst Ferstl auf den Punkt.
Brauchen die Menschen deshalb Kontrolle,  weil die Ängste so groß sind und Vertrauen fehlt? Dann wäre das noch so ein Hamsterrad, in dem wir uns befinden.
Mögen wir uns Muse und Zeit nehmen für eine unserer größten Lebensaufgaben:
Unsere Ängste nicht mehr zu fürchten. Dann schaffen wir Raum für Vertrauen zu uns und zu anderen.
Mögen wir mit offenen Augen durchs Leben gehen und das ansprechen, was es für uns anzusprechen gilt, mit viel Mut, viel Liebe und im Vertrauen darauf, dass das, was geschehen soll, geschieht.
Mit den besten Wünschen für eine vertrauens- und liebevolle Woche. Namasté.

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